Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist ein echter Meilenstein in der Behindertenpolitik des 21. Jahrhunderts. Mit ihr wurde unmissverständlich deutlich gemacht, dass die bereits 1948 formulierten und seitdem durch weitere Abkommen kontinuierlich erweiterten Menschenrechte vollumfänglich auch für Menschen mit Behinderungen gelten.
In Deutschland ist die Konvention am 26. März 2009 in Kraft getreten, nachdem sie zwei Jahre zuvor bei den Vereinten Nationen in New York unterzeichnet worden ist.
Deutschland hat sich zu der Einhaltung der Vorgaben und somit zu einem menschenrechtsbasierten Ansatz verpflichtet - die Zeiten der „guten Taten“, der wohlgemeinten Aktionen, der „Mitleids-Politik“, der Wohltäter_innen für behinderte Menschen sind nun vorbei! Als Messlatte aller Angebote, Aktionen und auch politischen Maßnahmen gilt nun die UN-BRK.
Weibernetz war eine von vielen Organisationen, die bereits an der Entstehung der UN-Behindertenkonvention (UN-BRK) bei den Vereinten Nationen in New York beteiligt war. In einem vorbildlichen partizipativen Prozess waren insbesondere Selbstvertretungsorganisationen an der Erarbeitung beteiligt. Gemeinsam mit vielen Frauen vor Ort gelang es, die Frauenbelange in der UN-BRK zu verankern.
Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist ein echter Meilenstein in der Behindertenpolitik des 21. Jahrhunderts. Mit ihr ist es erstmals gelungen, die Rechte von Menschen mit Behinderung als Menschenrechte zu verankern.
Die UN-BRK ist die erste UN-Konvention überhaupt, welche die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede ausdrücklich benannt hat! Abgesehen von der Frauenrechtskonvention, versteht sich.
Alle Argumente in der Arbeit von Weibernetz sind menschenrechtsbasiert. Seit dem In-Kraft-Treten der UN-Menschenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland ist die Konvention für die tägliche Arbeit von Weibernetz leitend.
Julia freut sich auf ihr erstes Date und dann das: Der Typ haut sofort ab, als er sieht, dass sie „nur“ einen Arm hat.
Sexismus fängt bei Anmache und Sprüchen auf der Straße an und endet schlimmstenfalls mit einem Femizid tödlich.
Oft wird Ableismus mit Behindertenfeindlichkeit gleichgesetzt, aber Ableismus geht weit über Feindlichkeit in Form von Gewalt, offensichtlicher Diskriminierung oder Ablehnung hinaus und kann auch vermeintlich positiv daher kommen. Die Wurzeln von Ableismus liegen in Wahrnehmungs- und Erwartungshaltungen an Menschen mit Beeinträchtigungen und der Frage, wie gesellschaftliche Normalität definiert wird.
Wo erlebt Ihr als Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen Sexismus und Ableismus? Oder als Trans*Personen? Oder als nichtbinäre oder Intersexuelle Personen mit Beeinträchtigungen?