Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Erfolgsgeschichte: Gleichbehandlungsgesetz gegen mehrdimensionale Diskriminierungen

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist 2006 in Kraft getreten. Nach langjährigen Diskussionen gelang es, das Antidiskriminierungsgesetz mit mehrdimensionalem Ansatz zu verabschieden. Lange Zeit war umstritten, ob zum Beispiel das Merkmal sexuelle Identität aufgenommen werden soll. Ein breites Antidiskriminierungsbündnis, zu dem auch Weibernetz gehörte, setzte sich vehement für die Berücksichtigung möglichst vieler Diskriminierungsmerkmale ein. Rückenwind gab es schließlich aus der Europäischen Union.

So schützt das AGG vor Diskriminierungen und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz

Foto von Jusitia mit verbundenen Augen
Foto: Weibernetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nimmt Diskriminierungen verschiedener Merkmale in den Blick, so dass behinderten Frauen, Lesben mit Behinderungen, Frauen mit Behinderung und Migrationshintergrund und so weiter auch vor mehrdimensionaler Diskriminierung und vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz geschützt sind.

Weibernetz hat einige wichtige Paragrafen gegen Diskriminierungen an Frauen zusammengestellt und erklärt an Beispielen, was mit den Paragrafen gemeint ist.

Häufig gestellte Fragen von Frauen mit Behinderungen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Foto von einem Fragezeichen auf Spiegelglas
Foto: Weibernetz

Dürfen Stellenangebote nur für Frauen mit Behinderungen ausgeschrieben werden? Kann ich eine Stelle oder eine Wohnung einklagen, wenn ich als behinderte Frau abgewiesen wurde? Antworten auf diese und weitere Fragen von Weibernetz.

Wichtige Regelungen für Frauen mit Behinderung

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nimmt Diskriminierungen verschiedener Merkmale in den Blick, so dass behinderten Frauen, Lesben mit Behinderungen, Frauen mit Behinderung und Migrationshintergrund und so weiter auch vor mehrdimensionaler Diskriminierung geschützt sind. Weibernetz hat einige wichtige Paragrafen gegen Diskriminierungen an Frauen zusammengestellt.


Weitere Informationen

Jede 11. Person erlebt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Das belegt eine Studie im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die am 23. Oktober 2019 während eines Fachtags veröffentlicht wurde. Frauen sind doppelt so häufig betroffen.

Portraitfoto: Martina Puschke
Foto: Schattenblick

Nach 11 Jahren Abschied aus Beirat der Antidiskriminierungsstelle

Martina Puschke vom Weibernetz war von Anfang an im Beirat aktiv und wurde dreimal hintereinander von der jeweiligen Bundesfrauenministerin in den Beirat berufen. Nach 11 Jahren beendet sie nun ihre Beiratstätigkeit aus eigener Entscheidung.

10 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Was hat es uns gebracht?

Es war vor 10 Jahren ein Riesenerfolg, das Antidiskriminierungsgesetz, auf das wir so lange gewartet und für das wir so gekämpft hatten! Es war lange Zeit nicht klar, dass wirklich alle Diskriminierungsmerkmale im Gesetz aufgenommen werden. Da das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorrangig vor Diskriminierungen in der Arbeitswelt schützt, waren hier die Befürchtungen vor Klagewellen riesengroß. Wir wissen heute, dass diese ausblieben; vielmehr gelang es mehr und mehr eine Antidiskriminierungskultur zu etablieren.

Appell an die Bundesregierung: Für einen einheitlichen Diskriminierungsschutz in Europa

Eine Vielzahl von Verbänden – darunter auch Weibernetz e.V. – fordert die Bundesregierung auf, die deutsche Blockade bei der neuen Gleichbehandlungsrichtlinie der Europäischen Union zu überwinden, die dafür sorgen würde, dass bestehende Diskriminierungen aufgehoben würden.

Aufruf: Behinderte Frauen fordern ein Antidiskriminierungsgesetz mit „Biss“

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. fordert die Bundesregierung auf, zügig ein umfassendes und wirkungsvolles Antidiskriminierungsgesetz vorzulegen und zu verabschieden. Unterstützt werden die Forderungen von einer Reihe von Landesnetzwerken und Koordinierungsstellen behinderter Frauen, Behindertenorganisationen sowie von Einzelfrauen.