Die Familie Kennedy lebt in Amerika.
Sie ist sehr berühmt.
Und sie ist sehr reich.
Am 13.September 1918 wird Rosemary Kennedy geboren.
Rosemary hat noch 4 Brüder und 4 Schwestern.
Rosemary lernt viele Dinge langsamer als ihre Schwestern und Brüder.
Rosemary hat Lern-Schwierigkeiten.
Die Eltern von Rosemary wollen das nicht verstehen.
Sie sagen:
Niemand in unserer Familie ist schwach.
Wir sind eine starke Familie.
Ein Bruder von Rosemary wird sogar Präsident von Amerika.
Das war John F. Kennedy.
Die Mutter behandelt Rosemary wie ein Kind ohne Behinderung.
Der Vater beachtet Rosemary nicht.
Rosemary muss viel lernen.
Sie bekommt extra Schul-Stunden.
Damit sie lesen und schreiben lernt.
Denn andere Menschen sollen nicht merken, dass Rosemary eine Behinderung hat.
Für Rosemary ist das alles sehr schwer.
Später geht Rosemary in eine Schule für Menschen mit Behinderung.
Dort wohnt sie auch.
Sie schreibt viele Briefe an ihre Familie.
Dabei unterstützen sie die Lehrerinnen.
Denn Rosemary kann alleine keine Briefe schreiben.
In einem Brief bedankt sich Rosemary bei Ihrem Vater.
Sie schreibt:
Ich bin froh, dass du mich hier in der Schule besucht hast.
Ich bin so traurig, wenn ich dich enttäusche.
Weil ich nicht so stark bin, wie meine Brüder und Schwerstern.
Im Jahr 1937 wird der Vater von Rosemary Botschafter in England.
Das bedeutet:
Er soll das Land Amerika in England vertreten.
Er soll viel über Amerika erzählen.
Deshalb zieht die Familie Kennedy nach England.
In England besucht die Familie Kennedy viele berühmte Menschen.
Zum Beispiel die englische Königin.
Rosemary ist immer dabei.
Niemand soll merken, dass Rosemary eine Behinderung hat.
Deshalb erzählt die Familie Kennedy:
Rosemary arbeitet an einer Schule.
Sie ist Lehrerin.
1939 fängt der 2. Welt-Krieg an.
Die Familie Kennedy zieht wieder zurück nach Amerika.
Nur Rosemary bleibt mit Ihrem Vater in England.
Rosemary hat große Angst.
Sie bekommt Wut-Anfälle.
Und sie streitet oft.
Nun können andere Menschen sehen:
Rosemary hat eine Behinderung.
Deshalb geht Rosemarys Vater mit ihr zu einem Arzt.
Er soll Rosemary am Kopf operieren.
Damit sie keine Wut-Anfälle mehr bekommt.
Nach der Operation geht es Rosemarie sehr schlecht.
Sie kann nicht mehr sprechen.
Und sie braucht viel Pflege.
Sie hat eine schwere Behinderung.
Rosemarie kommt in ein Pflege-Heim.
Die Familie kümmert sich jetzt nicht mehr um sie.
Über Rosemarys Operation und die Behinderung redet die Familie nicht.
Die Familie Kennedy erzählt anderen Menschen wieder:
Rosemary ist Lehrerin.
Sie arbeitet in einer Schule.
Am 7. Januar 2005 stirbt Rosemary in dem Pflege-Heim.
2 Schwestern von Rosemary machen sich für Menschen
mit Behinderung stark.
Eunice Kennedy-Shriver und Jean Kennedy-Smith
sind Schwestern von Rosemary.
Sie finden nicht gut, was die Eltern mit Rosemary gemacht haben.
Deshalb haben sie verschiedene Sachen
für Menschen mit Behinderung gemacht.
Zum Beispiel:
Seit dem Jahr 1968 gibt es Sport-Spiele
für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten auf der ganzen Welt.
Für diese Spiele hat sich Eunice Kennedy-Shriver stark gemacht.
Und Jean Kennedy-Smith hat eine Organisation
für Menschen mit Behinderung gegründet.
Der Text in schwerer Sprache wurde geschrieben von Anneliese Mayer.
Der Text in Leichter Sprache wurde übersetzt und geprüft von
leicht ist klar – Büro für Leichte Sprache.
Bildnachweis:
Foto: Richard Sears, Ausschnitt aus einem Familienportrait, Quelle: Hyannis Port, JFK Library - public domain, gemeinfrei
wikimedia commons
Leichte-Sprache-Zeichnungen: Reinhild Kassing
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Aus: WeiberZEIT Leicht gesagt Nr. 23, 2013, S. 8-9