Anneliese Meyer schreibt seit vielen Jahren
über das Leben behinderter Frauen.
Manchmal schreibt sie über behinderte Frauen,
die schon vor sehr langer Zeit gelebt haben.
In diesem Heft schreibt Anneliese Meyer über eine Frau,
die heute noch sehr bekannt ist.
Der Name dieser Frau ist Maxie Wander.
Sie hat von 1933 bis 1977 gelebt.
Maxie Wander hat in dem Teil Deutschlands gelebt,
der früher DDR hieß.
Seit ihrer Kindheit hatte sie eine Sprach-Behinderung.
Sobald sie aufgeregt war
oder vor vielen Menschen geredet hat, fing sie an zu stottern.
Stottern heißt,
Wörter manchmal nicht ganz
oder mehrmals hintereinander zu sagen.
Sie schämte sich dafür.
Maxie Wander hatte in ihrem Leben viele Berufe.
Sie hatte keinen Schul-Abschluss.
Sie arbeitete an der Kasse am Theater,
als Sekretärin und in einer Fabrik.
Später hat sie viel für ihren Mann gearbeitet.
Maxie Wander hat selbst ein Buch geschrieben.
Das Buch heißt: „Guten Morgen, du Schöne“.
Für dieses Buch hat sie 17 Frauen aus der DDR befragt.
Die Frauen erzählen in diesem Buch über sich,
ihre Familie und ihren Beruf.
Durch dieses Buch ist sie sehr bekannt geworden.
Kurz danach bekommt Maxie Wander Krebs.
Sie hat eine harte feste Stelle
wie ein dicker Knoten in der Brust.
So wird der Krebs festgestellt.
Maxie Wander hat über ihre Krankheit
ein Tage-Buch geschrieben.
Sie erzählt in diesem Buch über ihre Angst vor dem Krebs
und über ihre Schmerzen.
Und sie erzählt in diesem Buch von ihrer Hoffnung,
den Krebs zu besiegen.
Maxie Wander ist an diesem Krebs gestorben.
Maxie Wander ist nur 44 Jahre alt geworden.
Nachdem sie wusste, dass sie Krebs hat, lebte sie nur noch ein Jahr.
Der Text in schwerer Sprache wurde geschrieben von Anneliese Mayer.
Der Text in Leichter Sprache wurde übersetzt von Angelika Reitz.
Bildnachweis:
Portrait-Zeichnung: Brigitte Faber
Leichte-Sprache-Zeichnungen: Reinhild Kassing
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Aus: WeiberZEIT Leicht gesagt Nr. 12, 2006, S. 8