Foto: Schnappschuss- junge Frau, aus der Stirn gekämmtes, zu Zopf geflochtenes, etwas zerzaust Haar. Offizielle Paralympics-Sportjacke, eine Hand hält breiten Träger einer Tasche auf der Schulter. Blick aus dem Augenwinkel nach rechts, leicht lächelnd.

Lisa Llorens (geboren 1978)
Eine Sportlerin

Die Paralympics sind eine große Sport-Veranstaltung,
die alle 4 Jahre stattfindet.
Sportlerinnen und Sportler mit verschiedenen Behinderungen
kämpfen bei den Paralympics
in sehr vielen Sport-Arten gegeneinander.
Die behinderten Sportlerinnen und Sportler
kommen aus der ganzen Welt.

In diesem Jahr dürfen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
bei den Paralympics nicht dabei sein.
Vor 4 Jahren haben Sportler aus Spanien behauptet,
sie sind „geistig behindert“.
Aber sie waren es gar nicht!
Deshalb dürfen Menschen mit „geistiger Behinderung“
nicht mehr mitmachen.
Das ist nicht gerecht!
Es gibt sehr gute
Sportlerinnen und Sportler mit Lern-Schwierigkeiten.

Eine sehr gute Sportlerin ist Lisa Llorens.
Lisa Llorens ist eine Frau mit Autismus.
Sie hat bei den letzten 2 Paralympics
mehrere Gold- und Silber-Medaillen gewonnen.
Diese bekam sie,
weil sie beim Laufen und Springen die Beste war.

Lisa Llorens sagt,
dass Autismus für viele fremd ist.
Weil Autisten anders sprechen, denken manche,
sie sind blöd.
Aber das stimmt nicht.
Viele Autisten sind genauso schlau
wie „normale“ Menschen.
Manchmal sogar schlauer.
Lisa Llorens sagt,
ihr Kopf arbeitet einfach anders.
Sie sieht die Welt einfach anders.

Lisa Llorens nennt sich selbst eine Gepardin.
Der Gepard ist das schnellste Tier der Welt.
Sie hat sich für einen Kalender
sogar schon einmal wie eine Gepardin bemalen lassen.
Auch sie darf dieses Jahr
bei den Paralympics nicht mitmachen.

Der Text in schwerer Sprache wurde geschrieben von Anneliese Mayer
Der Text in Leichter Sprache wurde übersetzt von Angelika Reitz.

Bildnachweis:

Foto: By Australian Paralympic Committee, lizensiert durch Creative Commons Licence CC BY-SA 3.0
wikimedia commons

Leichte-Sprache-Zeichnungen: Reinhild Kassing
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Aus: WeiberZEIT Leicht gesagt Nr. 04, 2004, S. 7