Altes Studio-Foto: Oberkörper im Halbprofil, markantes Gesicht „Adlernase“, kräftige Augenbrauen, schmale Oberlippe. Kurze lockige Haare, Stirn bedeckt. Weißes, kurzärmeliges Oberteil, zweireihige enge Perlenkette am Hals. Blick nach rechts in die Ferne

Frances Eliza Hodgson Burnett (1849-1924)
Eine Buch-Schreiberin

Frances Eliza Hodgson Burnett war eine bekannte Schriftstellerin.
Sie wurde in England geboren.
Aber sie lebte auch viel in den USA.

Frances Eliza Hodgson Burnett schrieb Romane
und Theater-Stücke für Erwachsene.

Aber ihre Kinder-Bücher waren bekannter.
Zum Beispiel diese beiden Bücher:

  • Der kleine Lord
  • Der geheime Garten

Frances Eliza wurde im November 1849 geboren.
Erst lebte sie in England.
Als ihr Vater starb, änderte sich ihr Leben:
Die Familie zog nach Tennessee, in die USA.
Frances Eliza war 16 Jahre alt.

Frances Eliza ging nur wenig in die Schule.
Aber sie liebte Lesen und Schreiben.
Und das half der Familie.
Denn Frances Eliza musste Geld verdienen.
Und ihre Familie mit unterstützen.
Also schrieb sie Geschichten für Frauen-Zeitschriften.
Meistens ging es in diesen Geschichten darum:
Arme Arbeiterinnen und schöne Liebes-Geschichten.

1873 heiratete Frances Eliza den Arzt Dr. Burnett.
Sie bekam 2 Söhne: Lionel und Vivian.
Mit 11 Jahren wurde ihr Sohn Lionel sehr krank.
Er bekam die Lungen-Krankheit Tuberkulose.
Niemand konnte ihm helfen.
Als Lionel 15 Jahre alt war, starb er.

Das war für Eliza Hodgson Burnett sehr, sehr schlimm.
Und sie wurde selbst schwer krank.
Sie hatte viele traurige und schlimme Gedanken.
In schwerer Sprache heißt diese Krankheit: Depression.
Eliza Hodgson Burnett suchte Hilfe.
Dabei half ihr die Religion Christliche Wissenschaft.

Eliza Hodgson Burnett war sehr viele Jahre krank.
Trotzdem schrieb sie weiter Bücher und Geschichten.

1898 ließ sich Burnett von ihrem Mann scheiden.
Sie zog zurück nach England.
Und lebte 7 Jahre in einem sehr großen, vornehmen Land-Haus.
Dort gab es besonders schöne und wilde Gärten.
Diese Gärten waren für Eliza Hodgson Burnett sehr wichtig.
Zum Beispiel für ihr sehr beliebtes Kinder-Buch: Der geheime Garten.

Darum geht es in dem Buch:
Das Mädchen Mary, ihren Cousin Colin und einen geheimen Garten.
Mary ist ein ungewolltes Kind.
Deshalb schieben ihre Eltern sie ab.
Aber die Kinder-Frau behandelt Mary schlecht.

Als die Eltern von Mary sterben, kommt Mary zu ihrem reichen Onkel.
Dort lernt sie ihren kranken und gemeinen Cousin Colin kennen.
Und sie findet einen Freund: den Arbeiter-Sohn Dickon.
Alle 3 Kinder haben ein schweres Leben.
Aber bald entdeckt Mary einen geheimen Garten.
In dem Garten gibt es geheimnis-volle Kräfte.
Die Kräfte können heilen.
Deshalb bringen Mary und ihr Freund Dickon
den kranken Colin in den Garten.
Colin soll wieder Mut und Kraft bekommen.
Und es klappt: Colin wird wieder gesund.

Diese Kinder-Geschichte hat viel mit Burnetts Glauben zu tun.
Sie glaubt: Gott spürt man in der Natur.

Aber die Kinder-Geschichte zeigt noch etwas ganz Wichtiges:
Die 3 Kinder lassen sich nicht unter-kriegen.
Die Kinder helfen sich selbst.
Und sie helfen sich gegenseitig.
Denn: Mary und ihr Freund Dickon sind für den kranken Colin da.
Als es ihm schlecht geht.

Heute würde man sagen: Das war Selbst-Hilfe von Kindern für Kinder.

Das Buch Der geheime Garten erschien 1911.
Da lebte Eliza Hodgson Bernett schon wieder in den USA.
Bis zu ihrem Tod schrieb sie Bücher und Geschichten.
Eliza Hodgson Burnett starb mit 74 Jahren.

 

Der Text in schwerer Sprache wurde geschrieben von Heike Oldenburg.
Der Text in Leichter Sprache wurde übersetzt von Susanne Göbel.
Geprüft wurde der Text von Anita Kühnel.

Bildnachweis:

Foto (Ausschnitt): Herbert Rose Barraud - public domain, gemeinfrei
wikimedia commons

Leichte-Sprache-Zeichnungen: Reinhild Kassing
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Aus: WeiberZEIT Leicht gesagt Nr.