Ethel Smyth war eine Komponistin.
Sie hat Musik-Stücke geschrieben.
Ethel Smyth ist am 23. April im Jahr 1858 geboren.
Das war in dem Ort Sidcup im Land England.
Die Mutter von Ethel hat sich sehr für die Kunst interessiert.
Das bedeutet:
Sie mochte die Musik, die Malerei und das Theater.
Der Vater von Ethel war ein General-Major.
Das ist ein wichtiger Soldat bei der Armee.
Ethel hatte 5 Schwestern und 1 Bruder.
Gemeinsam haben sie in Sidcup Place gewohnt.
Das ist ein Haus in Sidcup.
Dort hatten sie und ihre Geschwister eine schöne Zeit.
Ethel war ein sehr wildes Mädchen.
Sie war sehr mutig.
Ethel ist zum Beispiel oft auf Bäume geklettert.
Und sie ist sogar auf einem Schwein geritten.
Ethel ist nicht in die Schule gegangen.
Sie hatte Haus-Unterricht.
Das bedeutet:
Lehrerinnen haben bei der Familie gewohnt.
Sie haben mit den Kindern gelernt.
Einige Lehrerinnen kamen aus Deutschland.
Eine Lehrerin war aus der Stadt Leipzig.
Dort hatte sie in einer bekannten Musik-Schule gelernt.
Sie hat Ethel viel über Musik erzählt.
Im Jahr 1871 musste Ethel dann doch in eine Schule gehen.
Das war eine Mädchen-Schule:
Dort hat sie gelernt:
Wie sie Strümpfe stopfen kann.
Und wie Bett-Wäsche richtig in die Schränke geräumt werden.
Das hat Ethel sehr gelangweilt.
Nach einiger Zeit durfte Ethel wieder nach Hause.
Dort hat sie ein nettes Ehepaar kennen-gelernt.
Die Frau war eine Schriftstellerin.
Und der Mann hat die Musik geliebt.
Gemeinsam mit dem Ehepaar
hat Ethel viele Musik-Konzerte besucht.
Ethel hat dann entschieden:
Sie will Musik studieren.
Das bedeutet:
Sie will in einer Musik-Schule lernen.
Der Vater von Ethel wollte das aber nicht.
Deshalb gibt es einen großen Streit.
Im Jahr 1877 erlaubt der Vater Ethel doch:
Dass sie Musik studieren kann.
Ethel fährt in die Stadt Leipzig.
Dort lernt sie viele Musiker und Musikerinnen kennen.
Und sie geht wieder in viele Musik-Konzerte.
Ab dem Herbst vom Jahr 1877 geht sie zur Musik-Schule.
Aber Ethel langweilt sich schnell.
Denn dort lernt sie viele Sachen dazu:
Wie sie als Musik-Lehrer oder Musik-Lehrerin arbeiten kann.
Das will Ethel aber nicht.
Sie will mehr über Musik lernen.
Deshalb trifft sie sich wieder mehr mit Musikern und Musikerinnen.
Und sie lernt viele wichtige Menschen aus der Musik kennen.
Zum Beispiel:
Und sie lernt viel von dem Komponisten
Heinrich von Herzogenberg.
Seine Frau Elisabeth ist eine tolle Sängerin und Klavier-Spielerin.
Ethel und Elisabeth mögen sich sehr.
Nach einiger Zeit haben sie eine intime Beziehung.
Das bedeutet: Sie lieben sich.
12 Jahre bleibt Ethel in Leipzig.
In der Zeit schreibt sie viele Musik-Stücke.
Zum Beispiel: Kammer-Musik und Sonaten.
Kammer-Musik sind Musik-Stücke für eine kleine Gruppe
von Musikern und Musikerinnen.
Sie spielen zusammen in einem kleinen Raum.
Im Jahr 1882 lernt Ethel den Schriftsteller Henry Brewster kennen.
Henry und Ethel mochten sich sehr.
Aber sie waren lange Zeit nur Freunde.
Erst 10 Jahre nach wurden sie ein Liebes-Paar.
Er hat viele Texte für ihre Opern geschrieben.
Opern sind Theater-Stücke mit Musik.
Nach einigen Jahren wollte Ethel wieder in England leben.
Dort hat sie viele Menschen kennen-gelernt,
die ihre Musik-Stück sehr mochten.
Das war zum Beispiel:
Durch Königin Viktoria bekommt Ethel eine große Chance.
Ihr erstes großes Musik-Stück wird in der Royal-Alber Hall aufgeführt.
Das ist ein bekannter Konzert-Saal in der Stadt London.
Danach schreibt Ethel Opern.
Aber die Menschen in England interessieren sich nicht für Opern.
Deshalb muss Ethel nach Deutschland fahren.
Dort zeigt sie ihre erste Oper in der Stadt Weimar.
Aber einige Menschen schreiben schlechte Sachen über die Oper.
Im Jahr 1903 wurde wieder eine Oper von Ethel gezeigt.
Das war in der Stadt New York.
Die Oper war ein großer Erfolg.
Das bedeutet: Viele Menschen fanden die Oper toll.
Und im Jahr 1906 wurde Ethels bekannteste Oper
in der Stadt Leipzig gezeigt.
Das war die Oper: The Wreckers.
Das heißt in deutscher Sprache:
Die Strand-Räuber oder Die Zerstörer.
Im Jahr 1910 lernt Ethel eine besondere Frau kennen.
Sie macht sich gemeinsam mit anderen mutigen Frauen
für die Rechte von Frau stark.
Für diese Frauen-Gruppe hat Ethel ein Musik-Stück geschrieben.
Das Musik-Stück heißt: Der Marsch der Frauen.
Ethel hat seit einiger Zeit große Probleme mit den Ohren.
Sie hört nicht mehr so gut.
Aber Ethel spricht darüber nicht.
Sie will nicht über das Problem mit ihren Ohren nach-denken.
Aber Ethel hört immer schlechter.
In einem Brief an die Schriftstellerin
und Freundin Edith Somerville schreibt Ethel:
Gott sei Dank lese ich sehr viel.
Denn meine Ohren machen mir große Probleme.
Es fühlt sich so an,
als ob ich Pfropfen aus Filz in den Ohren hätte.
Ein Pfropfen ist ein Verschluss.
Damit können zum Beispiel Flaschen zu gemacht werden.
Deshalb höre ich sehr schlecht.
Aber vielleicht muss ich mich daran gewöhnen:
Mit in einem Taucher-Helm unter dem Meer eingesperrt zu sein.
Aber wer kann mir schon sagen:
Ob mein Hör-Problem so bleibt.
Oder ob ich vielleicht bald vielleicht gar nicht mehr hören kann.
Dann weiß ich nicht:
Ob ich so weiter-leben möchte.
Aber Ethel lebt weiter.
Auch wenn sie nicht mehr hören kann.
Sie schreibt Bücher über ihr Leben.
Im Jahr 1944 stirbt Ethel.
Sie ist 85 Jahre alt geworden.
Der Text in schwerer Sprache wurde geschrieben von Anneliese Mayer
Der Text in Leichter Sprache wurde übersetzt und geprüft von
leicht ist klar – Büro für Leichte Sprache.
Bildnachweis:
Foto: Aimé Dupont, public domain, gemeinfrei
wikimedia commons
Zeichnungen
Leichte-Sprache-Zeichnungen: Reinhild Kassing
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Aus: WeiberZEIT Leicht gesagt Nr. 47, 2026, S. 24-28