Geflüchtete Frauen und Kinder mit Behinderung bei Schutzkonzepten berücksichtigen!

Bislang in den meisten Konzepten die Belange geflüchteter Frauen und Kinder mit Behinderung nicht berücksichtigt

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. die Belange geflüchteter Frauen und Kinder mit Behinderung bei Gewaltschutzkonzepten zu berücksichtigen.

Derzeit werden sowohl beim Bund, als auch in den Ländern und Kommunen Konzepte zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften entwickelt.

„Allerdings werden bislang in den meisten Konzepten die Belange geflüchteter Frauen und Kinder mit Behinderung nicht berücksichtigt. Wir brauchen ausreichend Unterkünfte in jeder Stadt, die Frauen und Kinder mit Behinderung vor Gewalt schützen und barrierefrei zugänglich sind,“ fordert Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz e.V.

Die Vereinten Nationen haben Deutschland bereits im Frühjahr 2015 aufgefordert, Programme zur Beseitigung der Diskriminierung, insbesondere von Migrantinnen und weiblichen Flüchtlingen mit Behinderungen durch zu führen, bislang ohne Erfolg. Schätzungen zufolge sind unter den Geflüchteten 10 – 15 Prozent Menschen mit Behinderungen.

„Die Schutzkonzepte mit Mindeststandards und Leitlinien für Flüchtlingsunterkünfte werden jetzt erarbeitet. Wenn jetzt nicht berücksichtigt wird, dass wir auch barrierefreie Unterkünfte mit Schutz vor Gewalt benötigen, wurde eine Chance vertan und geflüchtete Frauen und Kinder mit Behinderungen bleiben auf der Strecke“ resümiert Brigitte Faber.

Die bundesweite Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung ein. Sie setzt sich gezielt für gleichberechtigte Teilhabechancen und Schutzmaßnahmen bei Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Gefördert wird die Interessenvertretung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.



Dieser Artikel ist verschlagwortet mit:

Zurück