Am 11. März 2026 war Martina Puschke vom Weibernetz im Gespräch mit Sabine Graf vom Radio Dreyeckland über Diskriminierungen von Frauen und FLINTA* in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM).
Das Interview steht nun online zum Nachhören zur Verfügung.
Im Nachgang zum Equal Pay Day und zum Internationalen Frauentag wurden in dem Gespräch geschlechtsspezifische Diskriminierungen in WfbM fokussiert. Anlass war der erneute Hinweis von Weibernetz, dass es in WfbM weder Inklusion noch gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit gibt.
Neben der ungleichen Bezahlung weist Martina Puschke ganz grundsätzlich auf die patriarchalen Strukturen hin, die wie in der Gesamtgesellschaft auch in WfbM zu finden sind. Diese führen entsprechend auch in WfbM zu Diskriminierungen wie Sexismus, zu ungleicher Bezahlung, zu einer Unvereinbarkeit von Familie und Job. Hinzu kommt, dass Frauen in WfbM wesentlich häufiger (sexualisierte) Gewalt erleben als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.
Warum diversgeschlechtliche Menschen durchschnittlich noch weniger Geld in WfbM erhalten als Männer und Frauen, kann sich Weibernetz nicht erklären. Hier liegt offenbar eine weitere Geschlechterdiskriminierung vor, die sich bei Frauen dadurch erklären lässt, dass sie häufiger in Werkstattbereichen arbeiten, in denen die Arbeitsleistung nicht so hoch bewertet wird. Dazu gehören insbesondere Arbeiten in der Küche, der Wäscherei, der Näherei und so weiter.