Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz laden herzlich zur gemeinsamen Veranstaltung am 7. Oktober 2026 „Gewaltschutz zur Priorität machen – Vorgaben der UN-BRK und Istanbul Konvention endlich umsetzen“ ein.
Hintergrund der Online-Veranstaltung ist das alarmierende Ausmaß von Gewalt, welches Frauen mit Behinderungen in Einrichtungen erleben. So erleben knapp die Hälfte mehrfach Gewalt in ihrem Leben, wie eine aktuelle Studie zeigt. Besonders stark sind sie von sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung betroffen.
Diese Befunde stehen in einem deutlichen Spannungsverhältnis zu Deutschlands Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention und der Istanbul Konvention, die einen wirksamen Schutz vor Gewalt und Missbrauch vorschreiben. Die Zahlen belegen, dass es weiterhin erhebliche Umsetzungsdefizite im Gewaltschutz auf rechtlicher, politischer und praktischer Ebene gibt und der spezifischen Betroffenheit von Frauen mit Behinderungen nach wie vor nicht ausreichend entgegengewirkt wird. Obwohl fundierte Handlungsempfehlungen bereits seit Jahren existieren, erhält der Gewaltschutz bei den zuständigen Akteur*innen weiterhin keine ausreichende Priorität.
Auf der Veranstaltung werden aktuelle empirische Daten zur Gewaltbetroffenheit von Frauen mit Behinderungen vorgestellt und von Expert*innen aus dem Bereich Gewaltschutz aus unterschiedlichen Perspektiven eingeordnet und diskutiert.
Wir freuen uns insbesondere darüber, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, für ein Grußwort gewonnen zu haben.
Die Veranstaltung findet via ZOOM statt am 7. Oktober 2026 von 10-12.30 Uhr.
Anmeldungen bitte bis 25. September 2025 unter diesem Link beim Deutschen Institut für Menschenrechte