Dieses Jahr legte Bundesfrauenministerin Karin Prien ihren Fokus im Rahmen des Frauentagsfrühstücks vom 3. März 2026 auf die Zusammenarbeit von Frauen und Männern für eine gelingende Gleichstellungspolitik.
Deshalb wurde auch über Männlichkeitsbilder und Gleichstellungspolitik für Männern und Jungen gesprochen. Diese seien „kein Gegensatz zur Frauenpolitik, sondern deren notwendige Ergänzung“ erläuterte die Ministerin.
Die 50 geladenen Gäste (darunter auch Weibernetz) diskutierten schließlich an runden Tischen mit wechselnder Hausspitze notwendige gleichstellungspolitische Maßnahmen. Von Verbandsseite wurden viele Themen und auch Sorgen und Nöte thematisiert: Schwindende finanzielle Förderungen, Backlash in der Diversity- und Frauenpolitik, Antifeminismus und vieles mehr.
Aus Weibernetz-Sicht brachte Martina Puschke die Notwendigkeit einer intersektionalen Gleichstellungspolitik ein. Mehrfachdiskriminierungen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen, ableistische Diskriminierungen müssten in alle Felder der Gleichstellungspolitik von der Forschung über Bildungs- und Präventionsarbeit von Anfang an einbezogen werden.
Es gab wohl Niemanden im Raum, der Rita Süssmuth widersprochen hätte: „Frauen müssen sich einmischen – sonst ändert sich nichts.“ Dieses Zitat unter einem großformatigem schwarz-weiß-Foto der am 1. Februar 2026 verstorbenen Frauenpolitikerin Rita Süssmuth zierte den Frühstücksraum. Der Ausspruch hat im Laufe der Jahre keinerlei Gültigkeit verloren.
Wir bei Weibernetz sind überzeugt: Wenn wir als Organisationen und Einzelpersonen nicht weiter laut sind, Haltung zeigen, um Gleichstellung und Gewaltschutz streiten und mutig vorangehen, kommen wir nicht vorwärts und halten keinen Backlash für die Rechte von Mädchen, Frauen, LSBTIQ* auf!