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Weibernetz e.V. - Politische Interessenvertretung behinderte Frauen

Pressemeldungen von 2005

Behinderte Frauen im Gewaltschutzgesetz vergessen - Änderungen notwendig, vom 24. November 2005

Behinderte Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet gestalten Forderungen für soziale Zukunft, vom 21. Oktober 2005

Behinderte Frauen formulieren in Potsdam Forderungen für Koalitionsverhandlungen, vom 19. Oktober 2005

Behinderte Frauen erarbeiten sozialpolitische Vorstellungen für neue Legislaturperiode, vom 13. Oktober 2005

Chancen des Girls Day nutzen! vom 25. April 2005

Neuer Reader aus Sicht behinderter Frauen informiert über Hartz IV,SGB XII und Gesundheitsversorgung, vom 19. April 2005

Behinderte Frauen als eigene Chefin, vom 18. März 2005

Behinderte Frauen fordern anlässlich des Internationalen Frauentages umfassenden Diskriminierungsschutz, vom 7. März 2005


Behinderte Frauen im Gewaltschutzgesetz vergessen - Änderungen notwendig, vom 24. November 2005

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November fordert die politische Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. Änderungen im Gewaltschutzgesetz, welche die Lebenssituation behinderter Frauen berücksichtigen.

"Nach dem Gewaltschutzgesetz können Gewalttäter aus der Wohnung gewiesen werden. Das ist gut so. Was ist jedoch mit behinderten Frauen, die in Einrichtungen leben und dort Gewalt von Mitbewohnern erleben? Für diesen Personenkreis gibt es im Gewaltschutzgesetz keine Regelung" erläutert Bärbel Mickler vom Vorstand des Weibernetz e.V.

Das Gewaltschutzgesetz ist am 1. Januar 2002 in Kraft getreten. Eine der wichtigsten Regelungen besteht im so genannten Wegweisungsrecht des Täters aus der eigenen Wohnung. Für den Fall, dass der Täter jedoch gleichzeitig die Pflege- oder Assistenzperson der behinderten oder kranken Frau ist, gibt es keine Regelungen im Gesetz.

"Im Fall des Gewaltschutzgesetzes wird deutlich, dass die Interessenvertretung behinderter Frauen nicht am Gesetzgebungsprozess beteiligt war. Entsprechend sind behinderte Frauen im Gewaltschutzgesetz vergessen worden. Das muss dringend geändert werden!" fordert Mickler die neue Bundesregierung abschließend auf.

Der Verein Weibernetz e.V. - Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung ist die bundesweit anerkannte Interessenvertretung behinderter Frauen. In Deutschland leben ca. 4 Mio. Frauen mit Behinderung.
Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierte Projekt zur politischen Interessenvertretung behinderter Frauen setzt sich zur Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Frauen ein und weist z.B. auf notwendige Gesetzesänderungen hin.

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Behinderte Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet gestalten Forderungen für soziale Zukunft, vom 21. Oktober 2005

Ca. 70 Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet sind der Einladung des Projekts "Politische Interessenvertretung behinderter Frauen" des Weibernetz e.V. nach Potsdam gefolgt, um im Rahmen einer zweitägigen Tagung Forderungen für eine soziale Zukunft zu entwickeln. Eröffnet wird die bundesweite Tagung am 21. Oktober im Dorint Hotel Sanssouci in Potsdam von Dr. Angela Icken vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

"Bereits im Wahlkampf haben wir vom Weibernetz e.V. politische Forderungen behinderter Frauen eingebracht. Im Rahmen unserer Wahlprüfsteine forderten wir u.a. Assistenz für Eltern mit Behinderung, das Recht auf gleichgeschlechtliche Pflegepersonen, Maßnahmen zum Abbau der Arbeitslosigkeit behinderter Frauen sowie die Implementierung von Genderaspekten im Gesundheitswesen. Auf der zweitägigen Tagung wollen wir die Forderungen konkretisieren und ggf. erweitern und uns zu weiteren Themen wie z.B. der Lebenssituation behinderter Frauen im Alter austauschen" erläutert Jutta Harbusch vom Vorstand des Weibernetz e.V.

Hinter dem Verein Weibernetz e.V. - Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung verbirgt sich die bundesweit anerkannte politische Interessenvertretung behinderter Frauen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Interessenvertretung mit einem dreijährigen Projekt zur Umsetzung behindertenpolitischer Gesetze, wie dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch. Dies sind die ersten Gesetze in Deutschland, die spezielle Regelungen zum Abbau der Benachteiligung der ca. 4 Mio. behinderten Frauen, die in Deutschland leben, vorsehen. Dazu gehören z.B. wohnortnahe und in Teilzeit auszuführende Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation sowie die Möglichkeit von Frauenfördermaßnahmen.

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Behinderte Frauen formulieren in Potsdam Forderungen für Koalitionsverhandlungen, vom 19. Oktober 2005

Das Projekt "Politische Interessenvertretung behinderter Frauen" des Weibernetz e.V. hat Frauen mit Behinderung aus dem gesamten Bundesgebiet nach Potsdam eingeladen, um gemeinsam am 21. und 22. Oktober sozialpolitische Forderungen für die Koalitionsverhandlungen zu entwickeln. Eröffnet wird die bundesweite Tagung am 21. Oktober im Dorint Hotel Sanssouci in Potsdam von Dr. Angela Icken vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

"Bereits im Wahlkampf haben wir vom Weibernetz e.V. politische Forderungen behinderter Frauen eingebracht. Im Rahmen unserer Wahlprüfsteine forderten wir u.a. Assistenz für Eltern mit Behinderung, das Recht auf gleichgeschlechtliche Pflegepersonen, Maßnahmen zum Abbau der Arbeitslosigkeit behinderter Frauen sowie die Implementierung von Genderaspekten im Gesundheitswesen. Auf der zweitägigen Tagung wollen wir die Forderungen konkretisieren und ggf. erweitern und uns zu weiteren Themen wie z.B. der Lebenssituation behinderter Frauen im Alter austauschen" erläutert Jutta Harbusch vom Vorstand des Weibernetz e.V.

Hinter dem Verein Weibernetz e.V. - Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung verbirgt sich die bundesweit anerkannte politische Interessenvertretung behinderter Frauen. In Deutschland leben ca. 4 Mio. Frauen mit Behinderung. Sie sind nach wie vor aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Behinderung an der Teilhabe im gesellschaftlichen Leben benachteiligt. Lediglich 18% der behinderten Frauen sind erwerbstätig (24% der behinderten Männer). Viele Frauen mit Behinderung leben an der Armutsgrenze: 42% der behinderten Frauen zwischen 25 und 40 Jahren verfügen über ein persönliches Nettoeinkommen von unter 700 Euro. Dies gilt nur für 28% der behinderten Männer und nur für 12% der nicht behinderten Männer.

Für Nachfragen steht Martina Puschke unter 0177/685 39 29 zur Verfügung.

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Behinderte Frauen erarbeiten sozialpolitische Vorstellungen für neue Legislaturperiode, vom 13. Oktober 2005

Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen aus ganz Deutschland werden vom 21. - 22. Oktober 2005 in Potsdam ihre sozialpolitischen Vorstellungen für die neue Legislaturperiode erarbeiten. Sie folgen der Einladung des Projekts "Politische Interessenvertretung behinderter Frauen" des Weibernetz e.V. Die Tagung mit dem Titel "Behinderte Frauen aktiv. Soziale Zukunft gestalten!" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.

"In den derzeitigen Koalitionsverhandlungen wird der künftige Stellenwert der Sozialpolitik gegenüber der Wirtschaftspolitik einen hohen Stellenwert haben. Auf der diesjährigen Jahrestagung behinderter Frauen werden wir die Gefahren einer entsolidarisierten Gesellschaft thematisieren und politische Forderungen gegen den Trend der Ökonomisierung erarbeiten" erläutert Martina Puschke, Projektkoordinatorin im Weibernetz e.V. Das gesamte Tagungsprogramm ist unter www.weibernetz.de einsehbar.

Hinter dem Verein Weibernetz e.V. - Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung verbirgt sich die bundesweit anerkannte politische Interessenvertretung behinderter Frauen. In Deutschland leben ca. 4 Mio. Frauen mit Behinderung.

Wir laden Sie hiermit herzlich zur Eröffnung der Tagung am 21. Oktober 2005 um 9.45 Uhr im Dorint Hotel Sanssouci, Jägerallee 20, 14469 Potsdam ein.

Im Eröffnungsprogramm sind vorgesehen:

Für Rückfragen stehen wir gerne - auch mobil - unter 0177 / 685 39 29 zur Verfügung.

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Chancen des Girls Day nutzen! vom 25. April 2005

Die politische Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. weist auf die vielfältigen Chancen des Girls Day - gerade zur Arbeitsplatzbeschaffung behinderter Mädchen hin. Am 28. April findet der Girls Day in Deutschland zum fünften Mal statt. Alle Schülerinnen der Klassen 5 - 10 sind aufgerufen, sich zu beteiligen und einen Tag lang mehr über Berufe, insbesondere im technischen Bereich, zu erfahren.

"Der Girls Day ist eine gute Sache, gerade auch für Schülerinnen mit einer Behinderung, die schwer auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen und überwiegend "typisch weibliche" und technikferne Berufsfelder wählen", weiß Martina Puschke, Projektkoordinatorin im Weibernetz e.V. "Nicht nur die Mädchen sammeln Erfahrungen. Auch Betriebe können an diesem Tag Erfahrungen mit Mädchen mit unterschiedlichen Behinderungen sammeln und mögliche Berührungsängste abbauen, um diese später einzustellen".

Zahlen des Mikrozensus 2003 belegen, dass bei behinderten Frauen trotz besserer Schulabschlüsse eine geringere Erwerbsquote zu verzeichnen ist (18% zu 24% bei Männern mit Behinderung).

Das bundesweit arbeitende Netzwerk für behinderte Frauen und Mädchen Weibernetz e.V. hat in den letzten beiden Jahren insbesondere in Sonder- und Integrationsschulen mit kleinen Plakaten und Flyern für die Teilnahme behinderter Schülerinnen am Girls Day geworben.

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Neuer Reader aus Sicht behinderter Frauen informiert über Hartz IV, SGB XII und Gesundheitsversorgung, vom 19. April 2005

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. hat eine Broschüre mit aktuellen Informationen zu Hartz IV, der neuen Sozialhilfe und der Gesundheitsversorgung herausgeben. Beschrieben werden insbesondere die Auswirkungen für Frauen mit Behinderung.

Mit der Broschüre reagiert das Projekt der bundesweiten Interessenvertretung behinderter Frauen auf die Verunsicherungen vieler Frauen infolge von Hartz IV und dem neuen SGB XII. "Gerade Frauen mit Behinderung sind zum Beispiel bezüglich ihrer eigenständigen Existenz- und Alterssicherung und dem Ausbau des Niedriglohnsektors besorgt und haben viele Fragen zur Umsetzung der neuen Gesetze", erläutert Martina Puschke, Projektkoordinatorin im Weibernetz-Projekt. In der neuen Broschüre werden beide Gesetze und mögliche Auswirkungen für behinderte Frauen erklärt. Auch Antworten auf viel gestellte Fragen sowie Link- und Literaturtipps bietet der Reader.

Zudem beschäftigt sich die Broschüre mit den Problemen der Gesundheitsversorgung behinderter Frauen. Hier ist ganz grundsätzlich festzustellen, dass die Berücksichtigung sowohl des biologischen Geschlechts als auch der unterschiedlichen Lebensumstände von Frauen und Männern noch ganz am Anfang steht.

Dank der Finanzierung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann der Reader online unter www.weibernetz.de oder telefonisch: 0561/72 885-85 kostenlos bestellt werden.

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Behinderte Frauen als eigene Chefin, vom 18. März 2005

Die vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. in Kooperation mit der politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. durchgeführte Tagung für behinderte Frauen, die sich selbständig machen wollen, endete heute in Mainz äußerst erfolgreich. Während am Anfang der Tagung die Frage "Die eigene Chefin sein - Traum oder Wirklichkeit" im Raum stand, rückte der Traum im Laufe der Veranstaltung für einige Teilnehmerinnen in erreichbare Nähe.

Aus dem gesamten Bundesgebiet waren die Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen zu dieser ersten Tagung speziell für behinderte Gründerinnen angereist, um sich über die ersten Schritte zur Existenzgründung zu informieren, mit anderen Frauen auszutauschen und von den Erfahrungen der selber behinderten Trainerinnen Silke Rehfeld und Gracia Trapp zu profitieren.

"Auch behinderte Menschen denken aufgrund erschwerter Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt über die Möglichkeiten der Existenzgründung nach. Es zeigt sich jedoch, dass Frauen mit Behinderung eher zögern, mit ihrer Geschäftsidee an den Markt zu gehen" weiß Ulrike Jährig vom Vorstand des Weibernetz e.V.

Nachdem im Februar 2005 195.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren und nur ca. 21 % der behinderten Frauen erwerbstätig sind, erstaunt es nicht, dass sich einige den Schritt in die Selbständigkeit überlegen. "Allerdings ist das Feld der Existenzgründung für behinderte Menschen noch recht neu. Entsprechend gibt es auch noch keine Zahlen zu behinderten Existenzgründerinnen in Deutschland" erklärt Gracia Trapp, Projektleiterin des Projekts "empower - Beratung behinderter Existenzgründer/innen im ZsL Mainz e.V.

Für Rückfragen stehen die Veranstalterinnen gerne unter folgenden Rufnummern zur Verfügung:
Gracia Trapp, Projekt empower ZsL Mainz e.V.: 0171/4080029
Martina Puschke, Weibernetz e.V.: 0177/685 39 29

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Behinderte Frauen fordern anlässlich des Internationalen Frauentages umfassenden Diskriminierungsschutz, vom 7. März 2005

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. eine konsequente Umsetzung vorhandener Gesetze wie des Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) und einen umfassenden Diskriminierungsschutz. Aus Sicht des Weibernetz e.V. sind die derzeit von Seiten der Wirtschaft und einigen Politikerinnen und Politikern geäußerten Befürchtungen hinsichtlich des geplanten Antidiskriminierungsgesetzes völlig unverständlich. «Wo nicht diskriminiert wird, muss auch nicht mit Klagen gerechnet werden. Zudem ist die Aufnahme verschiedener Diskriminierungsmerkmale gerade für behinderte Frauen enorm wichtig, denn sie werden aufgrund ihres Geschlechts und der Behinderung benachteiligt. Für behinderte Lesben kommt die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung hinzu. Deshalb darf der jetzige Entwurf zum Antidiskriminierungsgesetz nicht verwässert werden» fordert Martina Puschke, Projektkoordinatorin im Weibernetz e.V.

Wie wichtig die Nennung verschiedener Merkmale möglicher Benachteiligungen in Gesetzen ist, wissen gerade behinderte Frauen aufgrund der Erfahrung mit dem SGB IX. Im SGB IX wird die gesamte Rehabilitation geregelt. An verschiedenen Stellen ist verankert, dass der besonderen Lebenssituation behinderter Frauen Rechnung getragen werden muss. «Wenngleich die Leistungsträger derzeit noch viel zu wenig Wissen über die Lebenssituation behinderter Frauen haben, ist es wichtig, dass diese im Gesetz erwähnt ist. Jetzt muss das Gesetz allerdings konsequent umgesetzt werden!» erklärt Martina Puschke abschließend.

Besonders berücksichtigt werden müssen in der Rehabilitation zum Beispiel, dass behinderte Mütter nach Wunsch die Möglichkeit der Teilzeitausbildung bekommen oder eine anderweitige Lösung zur Versorgung des Kindes gefunden werden.

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