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Weibernetz e.V. - Politische Interessenvertretung behinderte Frauen

Aktuelle Pressemeldungen

Pressemitteilung vom 23. März 2010: Weibernetz fordert: Diskriminierende Bezahlung von Frauen beenden

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. fordert anlässlich des Equal Pay Days am 26. März 2010, die Entgeltdiskriminierung von Frauen zu beenden.
Der Equal Pay Day findet in Deutschland zum dritten Mal statt. Der Tag markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. In diesem Jahr ist für Deutschland der 26. März als Stichtag errechnet worden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verdienten Frauen 2008 im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst rund 23% weniger als Männer. Das gilt für Frauen mit und ohne Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten.

„Selbst in Werkstätten für behinderte Menschen sind Frauen diejenigen, die in der Regel mit noch weniger Geld als die männlichen Beschäftigten nach Hause gehen. Auch hier werden Frauen systematisch diskriminiert“ berichtet Martina Puschke vom Weibernetz und fordert: „In Zeiten der Behindertenrechtskonvention muss ein Umdenken weg von den Werkstätten für behinderte Menschen hin zu Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und zu Integrationsfirmen stattfinden. Für die Übergangszeit müssen bestehende Werkstätten ihr Entgeltsystem komplett überarbeiten, indem es einen wirklichen Lohn gibt und Frauen nicht weiter diskriminiert werden.“

Die Machbarkeitsstudie zur Institutionalisierung von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Rehabilitationseinrichtungen von Sellach, Bieritz-Harder, Haag und Spangenberg aus dem Jahr 2009 stellt dar, dass in den meisten Werkstätten für behinderte Menschen die Arbeitsbereiche unterschiedlich bewertet werden. Dabei gelten typisch weibliche Arbeitsfelder wie der Textilbereich als leichter und weniger belastend als das typisch männliche Arbeitsfeld Metallbereich und die Entlohnung richtet sich u.a. nach der Höhe der Belastung. Jede Werkstatt entscheidet selber, welcher Arbeitsbereich als belastend gilt.

Der derzeitige „Lohn“ für Werkstattbeschäftigte liegt bei einem Grundbetrag von ca. 67 Euro pro Monat. Er kann je nach Arbeitsbereich, Leistungsstärke der Beschäftigten und der Wirtschaftslage der Werkstatt aufgestockt werden.

V.i.S.d.P.
Martina Puschke
Weibernetz e.V.
Politische Interessenvertretung behinderter Frauen
Kölnische Str. 99, 34119 Kassel
Tel.: 0561/72 885-86, Fax: 0561/72 885-53
e-mail: martina.puschke@weibernetz.de
www.weibernetz.de


Pressemitteilung vom 4. März 2010: Frauenpolitik muss Frauen mit Behinderung stärker in den Blick nehmen

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. eine konsequente Einbeziehung der Belange von Frauen mit Behinderung in der Frauenpolitik. „Frauen mit Behinderung werden viel zu häufig noch in die „Behindertenecke“ gesteckt und in der Frauenpolitik vergessen“ stellt Magdalene Ossege vom Vorstand des Weibernetz e.V. fest und konkretisiert: „Während frauenpolitisch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geredet wird, wissen Mütter mit Behinderung häufig noch nicht einmal, wie sie den Familienalltag organisieren sollen, unabhängig ob sie noch einen Job haben oder nicht. Denn Assistenz für die Familienarbeit wird nur in seltenen Fällen finanziert.“

Sogenannte Elternassistenz ist für Mütter (und Väter) mit Behinderung notwendig, wenn sie aufgrund der Behinderung Assistenz benötigen. Das kann für rollstuhlfahrende Frauen die Assistenz bei der Pflege des Kindes in den ersten Lebensjahren sein oder bei blinden Müttern eine Assistenzkraft zum Vorlesen und zur Hausaufgabenbetreuung. Bislang gibt es hierfür keinen klaren Rechtsanspruch.

„Ein anderes Beispiel ist die Frauengesundheitspolitik“ fährt Ossege fort. „Auch wenn es nahe zu liegen scheint, dass im Bereich der Gesundheit Frauen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung bedacht werden, ist dies nicht durchgängig der Fall. In der Geburtshilfe kennt sich kaum jemand mit einer natürlichen Geburt von querschnittsgelähmten Frauen aus, um nur ein Beispiel zu nennen. Und auch die Forderung nach einem barrierefreien Zugang zum Gesundheitssystem ist in der Frauenpolitik kaum präsent.“

Nicht zuletzt durch die UN-Behindertenrechtskonvention sind jedoch alle Staaten verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Frauen mit Behinderung einen gleichberechtigten Zugang z.B. zum Gesundheitssystem, zu Schutzeinrichtungen nach erlebter Gewalt, zum Arbeitsmarkt und zur Erfüllung ihrer Rolle als Mütter zu garantieren.

In der Koalitionsvereinbarung hat die Bundesregierung die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der Konvention angekündigt. Dieser Aktionsplan muss konkrete Maßnahmen für Frauen enthalten, damit ihre Rechte umgesetzt werden, fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V.

V.i.S.d.P.
Martina Puschke
Weibernetz e.V.
Politische Interessenvertretung behinderter Frauen
Kölnische Str. 99, 34119 Kassel
Tel.: 0561/72 885-86, Fax: 0561/72 885-53
e-mail: martina.puschke@weibernetz.de
www.weibernetz.de

Archiv

Hier finden Sie unsere Pressemeldungen ab dem Jahr 2003.

Pressemeldungen 2007

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Pressemeldungen 2005

Pressemeldungen 2004

Pressemeldungen 2003

Presse-Veröffentlichungen

06.11.2007: Recht auf Wahl der Pflegeperson zusichern
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

31.07.2007: Filme zum Thema Frauen mit Behinderung
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

08.06.2007: Pflege - ein Frauenthema!?
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

11.05.2007: Neues Netzwerk für behinderte Frauen
(aus: Junge Welt)

09.05.2007: Netzwerk von Frauen mit Behinderungen
(aus: Neues Deutschland)

09.05.2007: Frauen mit Behinderung europaweit vernetzt
(aus: Social-Times)

05.05.2007: Resolution des Europäischen Netzwerks behinderter Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

04.05.2007: Europäisches Netzwerk behinderter Frauen gegründet
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

03.05.2007: Europäische Netzwerkkonferenz behinderter Frauen fortgesetzt
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.05.2007: Zwei aus dem Europäischen Frauennetzwerk
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.05.2007: Behinderten Frauen nicht länger Bürgerrechte vorenthalten
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

01.05.2007: Netzwerk behinderter Frauen in Europa entsteht
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

18.03.2007: Behinderte Frauen Thema bei Frauenempfang
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

08.03.2007: Gleiche Rechte statt Blumen für die Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.03.2007: Chancengleichheit für Frauen mit Behinderungen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

28.02.2007: Ziel ist ein Netzwerk behinderter Frauen in Europa
(aus: www.rehacare.de)

19.02.2007: Europaweite Vernetzung behinderter Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.de)

11.01.2007: Behinderte Frauen gründen ein europäisches Netzwerk
(aus: www.kobinet-nachrichten.de)

21.11.2006: Brigitte Faber erneut im Vorstand des Deutschen Frauenrats
(aus:kobinet-nachrichten)

20.11.2006: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz aus Sicht behinderter Frauen
(aus: kobinet-nachrichten)

02.11.2006: 25 Jahre Interessenvertretung für behinderte Frauen
(aus: Newsletter Gleichberechtigung. Nr. 01/2006 des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

16.09.2006: Geburtstag mit Rückblick auf Frauenbewegung

(aus: kobinet-nachrichten)

15.9.2006: Deutschland: 25 Jahre Bewegung behinderter Frauen
(aus: BIZEPS-INFO online)

15.09.2006: 25 Jahre Bewegung behinderter Frauen

(aus kobinet-nachrichten)

09.08.2006: "Öffentlich geförderte Frauenprojekte müssen für behinderte Frauen zugänglich sein"
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd

18.07.2006: Erste Erfolge für Frauenbeauftragte in Werkstätten
(aus: kobinet-nachrichten)

09.07.2006: Frauen wollen die Hälfte der Welt
(aus: kobinet-nachrichten)

12.05.2006: Föderalismusreform nicht ohne uns
(aus: kobinet-nachrichten)

02.05.2006: ADG-Schutz gegen Diskriminierungen bei Versicherungen, Krediten und Mietverträgen?
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd -)

Mai 2006: Wie lernen blinde Mütter wickeln? Aufklärungskampagne "Recht auf Elternassistenz" stellt Rechtsgutachten vor
(aus: WIR 1/2006, Magazin der Fürst Donnersmarck-Stiftung)

18.04.2006: Frauenrecht mit Handicap
(aus: www.rehacare.de)

12.04.2006: Behinderte Frauen fordern Antidiskriminierungsgesetz mit weitgehendem Schutz
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd -)

09.04.2006: Gutes Gespräch bei Arbeitsminister Müntefering
(aus: kobinet-nachrichten)

07.04.2006: Gespräch mit dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering
(aus: www.behindertenrat.de)

März 2006: (Be)Hinderungen in der Gesundheitsversorgung für Frauen
(aus: Niedersächsisches Ärzteblatt)

23.03.2006: Für ein Antidiskriminierungsgesetz mit Biss
(aus: kobinet-nachrichten)

13.03.2006: Das Gesellschafter-Tagebuch
(aus: kobinet-nachrichten)

08.03.2006: Frauen als Retterinnen der Gesellschaft?
(aus: Aktion: "Die Gesellschafter.de" der Aktion Mensch)

01.03.2006: Gewalt gegen behinderte Frauen
(aus: kobinet-nachrichten)

08.02.2006: Behindertenbeauftragte unterstützt Aktion für Elternassistenz
(aus: kobinet-nachrichten)

03.02.2006: UN-Konvention nimmt Formen an
(aus: kobinet-nachrichten)

Pro und Contra Interview zum ersten Modelcontest für behinderte Frauen aus der Zeitschrift EMMA Nr. 5, 2004 als PDF-Dokument zum Herunterladen

Pro und Contra Interview zum ersten Modelcontest für behinderte Frauen aus der Zeitschrift EMMA Nr. 5, 2004 als Word-Dokument zum Herunterladen

Überall Aufbruch und überflüssige Hürden: Artikel aus EMMA Nr. 2, März/April als Word-Dokument zum Herunterladen