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Weibernetz e.V. - Politische Interessenvertretung behinderte Frauen

Aktuelle Pressemeldungen

Pressemitteilung vom 7. März 2016:
Gewaltschutz muss endlich barrierefrei werden!

„Es kann doch nicht sein, dass einer Menschenrechtsverletzung wie Gewalt eine weitere Menschenrechtsverletzung folgt, weil Schutzkonzepte nach wie vor nicht barrierefrei zugänglich sind!“

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V., dass Präventionsmaßnahmen, Hilfsangebote wie Beratung und Frauenhäuser für Frauen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zugänglich werden müssen.

„Frauen mit Behinderung erfahren doppelt so häufig Gewalt in ihrem Leben, in der Kindheit und als Erwachsene. Es gibt in Deutschland eine gute Hilfelandschaft, die Frauen nach Gewalterfahrungen unterstützen kann. Allerdings ist nur etwa jede 10. Beratungsstelle, jedes 10. Frauenhaus wirklich barrierefrei zugänglich. Es fehlt an Zugängen für Rollstuhlfahrerinnen, an Mitteln für Gebärdensprachdolmetscherinnen, an Hilfen für blinde, sehbehinderte Frauen und für Frauen mit Lernschwierigkeiten“ erläutert Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz e.V.

Deshalb erneuert Weibernetz e.V. die langjährige Forderung, sukzessive die Hilfsangebote barrierefrei auszubauen.

„Schutz vor und Hilfe nach erlebter Gewalt ist ein Menschenrecht. Es kann doch nicht sein, dass einer Menschenrechtsverletzung wie Gewalt eine weitere Menschenrechtsverletzung folgt, weil Schutzkonzepte nach wie vor nicht barrierefrei zugänglich sind!“ empört sich Brigitte Faber und fordert abschließend: „Es muss ein einheitliches Bund-Länder-Konzept zur Bereitstellung finanzieller Mittel für den Um- und Ausbau der Frauenberatungsstellen, Fachberatungsstellen und Frauenhäuser geben!“

Eine repräsentative bundesweite Studie der Universität Bielefeld belegt, dass Frauen mit Behinderung zwei bis dreimal häufiger gerade sexualisierte Gewalt erfahren als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.
Artikel 16 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Staaten, geeignete Maßnahmen zu Schutz vor Gewalt zu treffen und barrierefreie Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen.

Die bundesweite Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung ein. Sie setzt sich gezielt für gleichberechtigte Teilhabechancen und Schutzmaßnahmen bei Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Gefördert wird die Interessenvertretung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Pressemitteilung vom 5. März 2015:
Widerstandsunfähige Frauen konsequent von Anfang an mitdenken bei der Sexualstrafrechtsreform!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. den Gesetzgeber auf, widerstandsunfähige Frauen bei der anstehenden Sexualstrafrechtsreform konsequent von Anfang an mit zu denken.

Wie aus Kreisen des Bundesjustizministeriums zu hören ist, soll noch in diesem Jahr eine „kleine“ Reform des Sexualstrafrechts durchgeführt werden, um europäischen Anforderungen der sogenannten Istanbul-Konvention gerecht zu werden. Hierfür sind Änderungen im deutschen Strafrecht zur Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung notwendig.
Parallel wurde vom Justizministerium ein Prüfungsprozess angestoßen, das Sexualstrafrecht grundlegend zu überarbeiten. Eine extra hierfür eingesetzte Kommission soll zunächst Vorschläge und Empfehlungen erarbeiten.

Weibernetz ist wichtig: „Auch bei der vorgesehenen kleinen Reform des Sexualstrafrechts muss der künftige Umgang mit Gewaltdelikten bei widerstandsunfähigen Menschen bereits jetzt bedacht werden. Denn mit der kleinen Reform des einschlägigen § 177 Strafgesetzbuch werden grundlegende Weichen für das künftige Sexualstrafrecht gelegt“, führt Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz aus.

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen befürchtet zudem: „Außerdem befürchten wir, dass durch das zweistufige Verfahren am Schluss wieder die Belange widerstandsunfähiger Frauen hinten über fallen. Denn ob es nach der kleinen Reform in dieser Legislatur wirklich noch zu einer großen Reform kommen wird, in der dann über die Zukunft des § 179 für widerstandsunfähige Personen entschieden wird, ist mehr als fraglich. Bereits bei der letzten Reform im Jahr 2003 wurde der § 179 hinsichtlich sexualisierter Gewalt nicht verändert, so dass wir nach wie vor ein 2-Klassen-Strafrecht haben,“ ergänzt Martina Puschke.

Grundsätzlich wird sexualisierte Gewalt nach § 177 Strafgesetzbuch (StGB) bestraft, und zwar mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Der Täter nutzt bei einer sexuellen Nötigung seine Macht gegen den Willen seines Opfers aus.
Unter bestimmten Bedingungen (z.B. im Wachkoma, unter Medikamenteneinwirkung oder Drogen oder nach einer Narkose) sind Menschen nicht widerstandsfähig. Das heißt, sie können keinen Willen bilden und deshalb keinen Widerstand leisten. Erfahren sie sexualisierte Gewalt, kann der Täter nach
§ 179 StGB mit einem halb so hohen Strafmaß rechnen; mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten. Dieses Recht ist nicht mit der Behindertenrechtskonvention vereinbar.

Eine repräsentative bundesweite Studie der Universität Bielefeld belegt, dass Frauen mit Behinderung zwei bis dreimal häufiger gerade sexualisierte Gewalt erfahren als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.

Die bundesweite Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung ein. Sie setzt sich für gleichberechtigte Teilhabechancen und Schutzmaßnahmen bei Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Gefördert wird die Interessenvertretung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Pressemitteilung vom 24. November 2014:
Gleiche Strafe bei sexualisierter Gewalt für alle Täter!

Anlässlich des Internationalen Aktionstags „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. erneut ein gleiches Strafmaß für alle Täter.

„Es ist unhaltbar und gesellschaftlich nicht vermittelbar, dass sexualisierte Gewalt an widerstandsunfähigen Frauen nach wie vor geringer bestraft wird“ erklärt Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz.

Sie erläutert hierzu folgenden Sachverhalt:
Grundsätzlich werden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung nach § 177 Strafgesetzbuch (StGB) bestraft, und zwar mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in besonders schweren Fällen mit mindestens zwei Jahren oder mehr. Der Täter nutzt bei einer sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung seine Macht gegen den Willen seines Opfers aus.
Unter bestimmten Bedingungen (z.B. im Wachkoma, unter Medikamenteneinwirkung oder Drogen oder nach einer Narkose) sind Menschen nicht widerstandsfähig. Das heißt, sie können keinen Willen bilden und deshalb keinen Widerstand leisten. Werden sie sexuell missbraucht, kann der Täter nach § 179 StGB mit einem halb so hohen Strafmaß bestraft werden; mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten.

Nach jüngsten Aussagen ist das Bundesjustizministerium nicht bereit, den § 179 zu überarbeiten oder zu streichen, obwohl es derzeit an einer Reform des Sexualstrafrechts arbeitet.

„Wir erwarten noch in dieser Legislaturperiode, im Rahmen dieser Reform eine entsprechende Lösung. Sonst ist die Tür für die nächsten Jahre wieder geschlossen“, befürchtet Martina Puschke abschließend.

Die bundesweite Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung ein. Sie begleitet die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und setzt sich für Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Gefördert wird die Interessenvertretung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Pressemitteilung vom 5. März 2014:
Warum werden Sexualstraftäter bei sexuellem Missbrauch widerstandsunfähiger Personen geringer bestraft?
Weibernetz fordert Untersuchung in Sachen Sexualstrafrecht

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. die Überprüfung der unterschiedlichen Mindeststrafen bei sexueller Nötigung einerseits und sexuellem Missbrauch widerstandsunfähiger Personen andererseits im Strafgesetzbuch.

Hierzu erläutert Weibernetz e.V.:
Grundsätzlich werden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung nach § 177 Strafgesetzbuch (StGB) bestraft, und zwar mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr, in besonders schweren Fällen mit mindestens zwei Jahren oder mehr. Der Täter nutzt bei einer sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung seine Macht gegen den Willen seines Opfers aus.
Unter bestimmten Bedingungen (z.B. im Wachkoma, unter Medikamenteneinwirkung oder Drogen oder nach einer Narkose) sind Menschen nicht widerstandsfähig. Das heißt, sie können keinen Willen bilden und deshalb keinen Widerstand leisten. Werden sie sexuell missbraucht, kann der Täter nach § 179 StGB mit einem geringeren Strafmaß bestraft werden; mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten.

„Diese unterschiedlich hohen Strafen verstehen Frauen mit Behinderung nicht“, empört sich Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz. „Warum Täter geringer bestraft werden, gerade wenn sie eine besonders schutzlose Lage ausnutzen und sexualisierte Gewalt ausüben, ist nicht zu kommunizieren und ist vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention, die Menschen mit Behinderung die gleichen Rechte zusichert, zu hinterfragen.“

Hinzu kommt, dass gerade Frauen mit Lernschwierigkeiten (sogenannter geistiger Behinderung) teilweise irrtümlich als widerstandsunfähig eingestuft werden und entsprechend Anklage nach § 179 StGB erhoben wird. „Deshalb fordern wir eine sogenannte Rechtstatsachenuntersuchung, in der geprüft wird, in welchen Fällen in den letzten Jahren nach § 179 StGB verhandelt wurde und ob die unterschiedlichen Strafmaße noch zeitgemäß sind“, erläutert Puschke.

In der letzten Sexualstrafrechtsreform aus dem Jahr 2003 wurde das Mindeststrafmaß für Vergewaltigung im § 179 StGB an das nach § 177 StGB angepasst und beträgt seither einheitlich mindestens zwei Jahre. Zuvor wurden Täter, die eine widerstandsunfähige Person vergewaltigt hatten, lediglich mit einem Mindeststrafmaß von einem Jahr belangt. Die Strafrahmenanpassung bei sexuellem Missbrauch bei widerstandsunfähigen Personen wurde nicht vorgenommen und ist daher mit 6 Monaten weiterhin nur halb so hoch wie bei Personen, die Widerstand leisten konnten.
Im aktuellen Koalitionsvertrag wird angedeutet, sich diesem Thema widmen zu wollen. Eine konkrete Aussage fehlt jedoch.

Eine repräsentative bundesweite Studie der Universität Bielefeld belegt, dass Frauen mit Behinderung zwei bis dreimal häufiger gerade sexualisierte Gewalt erfahren als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.

Die bundesweite Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung ein. Sie begleitet die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und setzt sich für Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ein. Gefördert wird die Interessenvertretung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Pressemitteilung vom 22. November 2013:
Frauen mit Lernschwierigkeiten arbeiten als Frauenbeauftragte. Eine Idee, die Schule machen soll!

„Frauenbeauftragte in Einrichtungen: Eine Idee macht Schule“
Ein Projekt von Weibernetz e.V.
in Kooperation mit Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.

In einem Pilotprojekt „Frauenbeauftragte in Wohnheimen und Werkstätten für behinderte Menschen“ haben Frauen mit Lernschwierigkeiten gezeigt:
Sie können ihre Interessen selbst vertreten. Jetzt soll diese Idee „Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ in einem Folgeprojekt Schule machen.

(Kassel) Im Oktober 2013 fiel nun der Startschuss für das neue Projekt:
„Frauenbeauftragte in Einrichtungen. Eine Idee macht Schule“. In diesem Folgeprojekt sollen Multiplikatorinnen in 10 verschiedenen Bundesländern ausgebildet werden, die Idee der Frauenbeauftragten in Einrichtung zukünftig weiterzutragen und zu stärken.

Bereits von 2008 bis 2011 förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Projekt „Frauenbeauftragte in Wohnheimen und Werkstätten für behinderte Menschen“. In dem Pilotprojekt wurden Frauen mit Lernschwierigkeiten aus 16 verschiedenen Einrichtungen geschult und unterstützt, um in ihren Werkstätten oder Wohnheimen die Aufgabe der Frauenbeauftragten wahrnehmen zu können.

Nach Abschluss des Projekts war klar: In Zukunft muss es noch mehr Frauenbeauftragte in Werkstätten und Wohnheimen geben und dazu sind weitere Schritte notwendig. Die Anzahl der Frauenbeauftragten in Einrichtungen der Behindertenhilfe soll in den nächsten Jahren stetig erhöht und die Frauenbeauftragten müssen bei ihrer Arbeit beraten und vernetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Beratungsmöglichkeiten bei Fragen und Problemen rund um die Arbeit von Frauenbeauftragten, sowie die Möglichkeit der Vernetzung und den Austausch untereinander.

Der Fokus eines weiterführenden Projekts sollte nun also nicht „nur“ auf der Schulung und Unterstützung von Frauen mit Lernschwierigkeiten liegen, sondern die Idee “Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ muss weitergetragen und gestärkt werden.
Seit Oktober 2013 finanziert das Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend gemeinsam mit einer Reihe von Bundesländern nun das Folgeprojekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen: Eine Idee macht Schule“. Gemeinsam mit
2 Expertinnen mit Lernschwierigkeiten wollen die Projektkoordinatorinnen
Ricarda Kluge und Andrea Tischner daran arbeiten, das Thema: „Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ bundesweit bekannt zu machen und Frauen mit Lernschwierigkeiten dafür zu stärken, sich für Frauen in Einrichtungen einzusetzen.

Die Ziele des Projekts sind:
• Die Ausbildung von Multiplikatorinnen für die Schulung
von Frauenbeauftragten in Einrichtungen aller Bundesländer,
• die Vernetzung und Unterstützung der „alten“ und zukünftigen Frauenbeauftragten,
• sowie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, um die Bundesländer und die bundesweite Öffentlichkeit für die Idee „Frauenbeauftrage in Einrichtungen“ zu sensibilisieren.
In einer Art Schneeballsystem sollen in den kommenden Jahren noch mehr Frauenbeauftrage und Unterstützerinnen nach dem in dem Pilotprojekt erarbeiteten Konzept ausgebildet werden. Es ist wichtig, dass das Modell „Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ langfristig möglichst in allen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung umgesetzt wird. Denn Frauen mit Lernschwierigkeiten brauchen Anlaufstellen, um ihre Probleme und Schwierigkeiten in Einrichtungen zu thematisieren und gemeinsam mit anderen Frauen auf Augenhöhe nach Lösungen zu suchen.

Die Themen der Frauen in Einrichtungen sind vielfältig.
Die Studie „Lebenssituationen und Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Einrichtungen“ hat gezeigt, dass gerade Frauen mit Lernschwierigkeiten in Einrichtungen der Behindertenhilfe häufig Gewalt erfahren. Die Frauen bewegen sich dort in einem Umfeld, das von Abhängigkeiten in unterschiedlichster Form geprägt ist
und das Risiko dadurch erhöht, Gewalt zu erleben.

Ein weiteres Thema ist die Ungleichbehandlung von Männer und Frauen in Einrichtungen. In vielen Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind die verschiedenen Arbeitsbereiche immer noch geschlechterspezifisch aufgeteilt. Frauen arbeiten oft in den traditionellen Frauenbereichen, wie Textilreinigung oder Küche. Ihre Arbeit wird als „leichtere Arbeit“ bewertet und häufig schlechter bezahlt als die „schwere Arbeit“ der Männer, die oft in den s.g. männerspezifischen Arbeitsbereichen, wie Metall- oder Holzverarbeitung arbeiten.

Frauenbeauftragte in Einrichtungen sind nicht nur ein Beitrag zur Umsetzung der
UN-Behindertenkonvention, sondern sie können auch ein neues und wirksames Instrument zur Gleichstellung und zur Prävention und Intervention von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung sein.

Die ProjektpartnerInnen
Der Verein Weibernetz e.V. – Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen
mit Beeinträchtigung ist Träger des Projekts „Frauenbeauftragte in Einrichtungen:
Eine Idee macht Schule“. Gegründet wurde der bundesweite Zusammenschluss behinderter Frauen 1998, hervorgehend aus der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung behinderter Menschen. Weibernetz e.V. arbeitet behinderungsübergreifend und bundesweit.
Als bundesweite Mandatsträgerin setzt sich Weibernetz für die Verbesserung
der Lebenssituation behinderter Frauen ein. Weibernetz ist die einzige bundesweite Interessenvertretung von Frauen mit Behinderung für Frauen mit Behinderung.

Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V. ist eine bundesweite Interessenvertretung von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Hauptanliegen des Vereins ist die Förderung der Selbst-Bestimmung und Selbst-Vertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zudem beteiligen sich die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein bereits an dem Projekt. Weitere Bundesländer haben ihre Absicht zur Förderung angekündigt oder prüfen ihre Beteiligung.

Hier können Sie die Projekt-Mitarbeiterinnen erreichen:
Weibernetz e.V.
Ricarda Kluge Andrea Tischner
030 - 91 49 06 23 0561 - 72 88 5 - 314
ricarda-kluge@weibernetz.de andrea-tischner@weibernetz.de
oder
E-Mail: frauen-beauftragte@weibernetz.de
Internet: www.weibernetz.de/frauenbeauftragte


Pressemitteilung vom 21. März 2013:
Menschenrechtsreport zum Thema Behinderung

Die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen werden in Deutschland vielfach verletzt. Dies belegt ein 80-seitiger Bericht mit dem Titel "Für Selbstbestimmung, gleiche Rechte, Barrierefreiheit, Inklusion!" der von einer Allianz von fast 80 Organisationen der Zivilgesellschaft gemeinsam erstellt wurde. Anläßlich des vierten Jahrestages des In-Kraft-Tretens der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland am 26. März 2013 wurde er heute an Tom Koenigs, den Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages übergeben.

"Wenn einer unbekannten Zahl von Menschen mit Behinderungen pauschal das Wahlrecht verweigert wird, wenn Menschen gegen ihren Willen zwangsbehandelt und zwangseingewiesen werden, wenn Frauen und Mädchen mit Behinderungen zwei- bis dreimal häufiger als nichtbehinderte Frauen von sexueller Gewalt betroffen sind, und mehr als 140.000 pflegebedürftige Menschen ans Bett fixiert werden, so sind das gravierende Menschenrechtsverletzungen", stellt Dr. Sigrid Arnade, eine der SprecherInnen der Allianz fest.

Ferner stellt der Bericht dar, dass nur 29 Prozent der Kinder mit Behinderungen die Regelschule besuchen, besonders betroffen sind behinderte Kinder mit Migrationshintergrund. Viele Menschen mit Behinderungen können ihren Wohnort und die Wohnform nicht frei bestimmen und müssen gegen ihren Willen in Einrichtungen leben, auf dem Arbeitsmarkt sind sie mit 14,8 Prozent doppelt so häufig arbeitslos wie nichtbehinderte Menschen.

"Wir haben unseren Bericht zwar in erster Linie für den zuständigen Überwachungsausschuss der Vereinten Nationen verfasst", betont Dr. Detlef Eckert, der weitere Sprecher der Allianz. "Wir halten es jedoch für wichtig, dass gerade im Wahljahr 2013 auch die deutsche Öffentlichkeit davon erfährt, wie unzureichend die UN-Behindertenrechtskonvention nach Auffassung der Zivilgesellschaft in Deutschland umgesetzt wird. Wir wollen deshalb erreichen, dass Behinderung endlich als Menschenrechtsthema verstanden wird."

Der 80-seitige Bericht der BRK-Allianz wurde in Kooperation mit der Aktion Mensch erstellt und ist zu finden unter: http://www.brk-allianz.de/

In der BRK-Allianz haben sich im Jahr 2012 insgesamt 78 Organisationen zusammengeschlossen, die im Wesentlichen das Spektrum der behindertenpolitisch arbeitenden Verbände in Deutschland repräsentieren. Sie kommen vor allem aus dem Bereich der Selbstvertretungsverbände behinderter Menschen, der Behindertenselbsthilfe und der Sozialverbände. Ebenso sind die Wohlfahrtsverbände, die Fachverbände der Behindertenhilfe und der Psychiatrie vertreten. Zum anderen arbeiten Berufs- und Fachverbände aus dem Bereich der allgemeinen Schule und der Entwicklungszusammenarbeit sowie Elternverbände und Gewerkschaften mit.

Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Dezember 2006 verabschiedet und ist in Deutschland am 26. März 2009 in Kraft getreten. Diese Menschenrechtskonvention hat den Rang eines Bundesgesetzes. Sie gilt neben dem Bund auch für die Länder und Kommunen. Nach zwei Jahren muss die Regierung über den Stand der Umsetzung berichten. Die Zivilgesellschaft ergänzt diesen Bericht mit einem sogenannten Parallel- oder Schattenbericht. Ein Prüfungstermin vor dem zuständigen UN-Ausschuss steht jedoch noch nicht fest.

BRK-Allianz - Geschäftsstelle
c/o NETZWERK ARTIKEL 3 e.V.
(V.i.S.d.P.) H.- Günter Heiden, Krantorweg 1, 13503 Berlin
Tel.: 030-436 4441, Fax: 030-436 4442
Email: brk-allianz@googlemail.com
Web: www.brk-allianz.de

Info: Weibernetz e.V. ist Teil des Zusammenschlusses der BRK-Allianz


Pressemitteilung vom 7. März 2013:
Weibernetz fordert: Konsequente Barrierefreiheit beim neuen Hilfetelefon gegen Gewalt gegen Frauen bis hin zu den örtlichen Strukturen

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. begrüßt den Start des neuen bundesweiten Hilfetelefons gegen Gewalt gegen Frauen und wünscht dem Angebot ein gutes Gelingen.

Das Hilfetelefon wird täglich rund um die Uhr erreichbar sein und ist barrierefrei. Gehörlosen Frauen stehen Informationen in Gebärdensprache zur Verfügung, Anrufe sind per Computerkamera und einem zwischengeschalteten Dolmetschdienst möglich. Für Frauen mit Lernschwierigkeiten stehen Informationen in Leichter Sprache zur Verfügung.

Dies waren Grundbedingungen der Barrierefreiheit, um auch Frauen mit Beeinträchtigungen die neue Dienstleistung zu ermöglichen und Weibernetz freut sich, dass diese pünktlich zum Start realisiert wurden. Denn gerade Frauen mit Behinderung müssten das neue Angebot eigentlich besonders häufig in Anspruch nehmen, weil sie von allen Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt die meiste Gewalt erfahren. Sie erleben zum Beispiel zwei bis dreimal häufiger sexualisierte Gewalt als andere Frauen.

„Das Hilfetelefon ist eine erste unbürokratische und kostenlose Anlaufstelle und wir hoffen, dass hierdurch vielen Frauen geholfen wird, die bislang den Weg zu einer Beratungsstelle gescheut haben. Wenn jedoch weitere Unterstützung durch Beratungsstellen vor Ort oder Schutz im Frauenhaus notwendig ist, müssen auch diese Schutzeinrichtungen barrierefrei sein. Sonst bleiben Frauen mit Behinderung außen vor“, führt Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz aus.

Weibernetz hatte bereits in seiner Stellungnahme zum Hilfetelefongesetz darauf hingewiesen, dass zum einen die Datenbank im Hintergrund des Hilfetelefons sehr detailliert aufschlüsseln muss, welche Angebote vor Ort barrierefrei zugänglich sind, damit Anruferinnen Auskunft über barrierefreie Unterstützungsangebote erhalten können. Und selbstverständlich müssen die Beratungsstellen und Frauenhäusern sukzessive barrierefrei ausgebaut werden, um Frauen mit Behinderung die gleiche Unterstützung zu gewährleisten wie allen Frauen.

Der im letzten Jahr von der Bundesregierung veröffentlichte Bericht zur Situation der Frauenhäuser und Fachberatungsstellen zeigt deutlichen Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit. So sind Frauenhäuser nur vereinzelt rollstuhlzugänglich oder für Frauen mit psychischer Beeinträchtigung geeignet. Bei den Fachberatungsstellen sind inzwischen etwa die Hälfte teilweise zugänglich.

„Die meisten Frauenhäuser und Fachberatungsstellen wollen barrierefrei werden. Die Realisierung ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht zum Nullkostentarif zu erhalten sind. Es kann nicht sein, dass es nun zwar ein barrierefreies Hilfetelefon zur Erstberatung gibt, die notwendigen Unterstützungsstrukturen vor Ort jedoch weiterhin vielen Frauen mit Behinderung verschlossen bleiben“, fordert Brigitte Faber abschließend anlässlich des Internationalen Frauentags.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Pressemitteilung vom 23. November 2012:
Weibernetz fordert verbindlichen Schutz vor Gewalt in Einrichtungen und legt Checkliste zum Erstellen von Handlungsleitfäden vor

Anlässlich des Internationalen Tags Nein zu Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. verbindliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Als Arbeitshilfe für die Einrichtungen legt die Interessenvertretung eine Checkliste zum Erstellen eines Leitfadens zum Umgang mit (sexualisierter) Gewalt vor.

„Angesichts der hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen mit Behinderung müssen sämtliche Einrichtungen verpflichtet werden, verbindliche Präventions- und Interventionsmaßnahmen vorzuhalten. Das fängt beim Beschwerdemanagement an bis hin zum Reflektieren von Machtstrukturen, dem Vorhalten von Frauen als Pflegekraft, wenn der Wunsch besteht und einer festgelegten Vorgehensweise bei Verdachtsfällen von Gewalt“, fordert Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz e.V.

Repräsentative Studienergebnisse der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2011 belegen, dass Frauen mit Behinderung etwa doppelt so häufig körperliche und sexualisierte Gewalt erleben als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. Mehr als jede zweite Frau mit Behinderung erfährt im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt; jede dritte sexualisierte Gewalt. Darüber hinaus zeigt die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde, Gewalt durch Strukturen in Wohnheimen und Werkstätten für behinderte Menschen auf: 40% der Frauen mit sogenannter geistiger Behinderung können in der Einrichtung Wasch- und Toilettenräume nicht abschließen. Einzelzimmer sind noch kein Standard, häufig fehlt sogar die Mitbestimmung, mit wem sie zusammen wohnen möchten.

„Von Seiten der Kostenträger war es ist nie ein Problem, Mindeststandards beim Bau von Einrichtungen einzuführen. Aber Einrichtungen zu verpflichten, alles zu tun, um das Menschenrecht zum Schutz vor Gewalt zu garantieren, ist noch kein Standard. Die bauliche Gestaltung zählt offenbar mehr als Menschenrechte. Dabei kann inzwischen niemand mehr sagen, nichts von Gewalt gegen Menschen mit Behinderung zu wissen“, resümiert Puschke abschließend.

Die Checkliste zum Erstellen von Handlungsleitfäden zum Umgang mit Gewalt steht ab sofort als Download zur Verfügung.

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. setzt sich bundesweit für die Interessen behinderter Frauen ein. Dabei ist der bessere Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein wichtiges Anliegen.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Gemeinsame Pressemitteilung des bff e.V., Frauenhauskoordinierung e.V. und Weibernetz e.V. vom 13. März 2012:
Frauenverbände stellen Leitfaden für den Erstkontakt mit gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderung vor

Der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt e.V., die Frauenhauskoordinierung e.V. und Weibernetz e.V. – Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung stellen Beratungsstellen und Frauenhäusern ab heute einen Leitfaden für den Erstkontakt mit gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderung zur Verfügung.

Nach jüngsten Erkenntnissen einer repräsentativen Studie der Universität Bielefeld sind Frauen mit Behinderung sehr viel häufiger von Gewalt betroffen als nichtbehinderte Frauen. Entsprechend ist es wichtig, dass sich Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen auf Frauen mit Behinderung einstellen.

Die drei Bundesverbände haben diesen Leitfaden speziell für Mitarbeiterinnen in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen und Interventionsstellen erstellt, um ihnen die Beratungsarbeit von Frauen mit Behinderung, die von Gewalt betroffen sind, zu erleichtern. Sie betonen: „Wir möchten Anregungen geben, welche Aspekte bei welcher Beeinträchtigung dringend zu beachten sind. Neben konkreten Fragen für den Erstkontakt gehören dazu z.B. die Voraussetzungen, die in einem Frauenhaus oder einer Fachberatungsstelle gegeben sein müssen, um eine blinde Frau, eine Frau im Rollstuhl, eine Frau mit Lernschwierigkeiten etc. zu unterstützten und zu beraten. Aber sie wollen die Mitarbeiterinnen auch ermutigen mit häufig einfachen Vorkehrungen gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderung den Weg zur Unterstützung zu ebnen.“

Der Leitfaden ist kostenlos bei den drei Bundesverbänden zu beziehen und steht als Download auf deren Webseiten zur Verfügung.

Der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt e.V. setzt sich bundesweit durch Kampagnen, Projekte und Öffentlichkeitsarbeit gegen Gewalt gegen Frauen ein. Seit 2010 gibt es im bff das Projekt Zugang für alle! zur Verbesserung der Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und Mädchen mit Behinderung.
Kontakt: info@bv-bff.de
Tel.: 030/322 99 500
www.frauen-gegen-gewalt.de

Die Frauenhauskoordinierung e.V. ist die bundesweite Koordinierungsstelle der Frauenhäuser und anderer Unterstützungseinrichtungen bei Gewalt an Frauen in Deutschland und setzt sich für den Abbau von Gewalt gegen Frauen und für die Verbesserung der Hilfen für misshandelte Frauen und deren Kinder ein.
Kontakt: fhk@paritaet.org
Tel.: 030/ 92122083/84
www.frauenhauskoordinierung.de

Weibernetz e.V. – das Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Frauen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sowie Landesnetzwerken und Koordinierungsstellen behinderter Frauen. Der Verband setzt sich bundesweit für die Interessen behinderter Frauen ein. Dabei ist der bessere Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung und die Notwendigkeit barrierefrei zugänglicher Frauenhäuser und Beratungsstellen ein wichtiges Anliegen.
Kontakt: info@weibernetz.de
Tel.: 0561/72 885 85
www.weibernetz.de

V.i.S.d.P.: Martina Puschke, Weibernetz e.V.


Pressemitteilung vom 7. März 2012: Weibernetz fordert anlässlich des Internationalen Frauentags: Aktive Gleichstellungspolitik

Das Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung – Weibernetz e.V. fordert anlässlich des Internationalen Frauentags eine konsequente Gleichstellungspolitik der Bundesregierung, um Nachteilen zwischen den Geschlechtern entgegen zu wirken.

„Es ist beschämend, dass Deutschland seit Jahren immer wieder vor Augen geführt wird, im internationalen Vergleich in Sachen Chancengleichheit weit hinten zu liegen“, so Jutta Harbusch vom Vorstand des Weibernetz e.V.

Jüngstes Beispiel hierfür ist die aktuelle Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Belegen, dass vollbeschäftigte Frauen in Deutschland ca. 22 Prozent weniger verdienen als Männer. Nach Aussage der OECD sei damit das Lohngefälle in Deutschland so hoch wie in keiner anderen europäischen Industrienation.

„Dennoch werden gleichstellungspolitische Instrumente wie ein durchgängiges Gender Mainstreaming für alle Ressorts oder eine Frauenquote für Aufsichtsräte nicht durchgesetzt und überprüft. Stattdessen wird auf die Selbstverpflichtung gesetzt, die jedoch weder im Bereich der Politik noch in der Wirtschaft flächendeckend wirkt. Sonst würde Deutschland nicht immer wieder so schlecht abschneiden“, legt Harbusch dar.

Dass zudem behinderte Frauen in verschiedensten Lebensbereichen benachteiligt sind, zeigen die jüngsten Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung, die im Auftrag des Bundesfrauenministeriums von der Universität Bielefeld erstellt wurde. Diese belegt, dass Frauen mit Behinderung vielfach geschlechts- und behinderungsspezifische Diskriminierungen erleben und häufiger Gewalt erleben als nichtbehinderte Frauen.

„Auch die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Notwendigkeit für gleichstellungspolitische Maßnahmen und zwar einerseits ein „Disability Mainstreaming“ – also die Berücksichtigung behindertenspezifischer Bedarfe - in der Frauenpolitik und andererseits ein Gender Mainstreaming im Bereich der Behindertenpolitik. Wer sich gegen diese Instrumente wehrt, verhindert eine Politik der Chancengleichheit“ resümiert Harbusch.

V.i.S.d.P.: Martina Puschke


Gemeinsame Pressemitteilung der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. Mensch zuerst e.V. und bff Frauen gegen Gewalt e.V. vom 23. November 2011:
Aktuelle Studie: Fast die Hälfte der Frauen mit Behinderung von sexueller Gewalt betroffen

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25.11. fordern Verbände wirksame Gegenmaßnahmen und stellen gelingende Projekte vor

Am 22.11.2011 wurden erste Ergebnisse der repräsentativen Untersuchung über die Lebenssituation von behinderten Frauen in Deutschland bekannt gegeben. Es ist nun wissenschaftlich belegt, was viele Expert/innen erwartet hatten: Frauen mit Behinderung sind zu einem weit höheren Anteil in ihrem Leben von Gewalt, Übergriffen und Diskriminierung betroffen als der Durchschnitt der weiblichen Bevölkerung.
Besonders augenfällig: Frauen mit Behinderung berichteten zwei- bis dreimal häufiger davon, dass sie in ihrer Kindheit und Jugend sexuell missbraucht worden sind. Häufig setzen sich die sexuellen Gewalterfahrungen auch im Erwachsenenleben fort. So gab je nach befragter Gruppe jede dritte bis jede fünfte behinderte Frau an, erzwungene sexuelle Handlungen erlebt zu haben. Am häufigsten betroffen sind Frauen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben: von ihnen berichteten 38% von sexueller Gewalt. Zusammengefasst berichtete fast die Hälfte der befragten Frauen von sexuellen Gewalthandlungen in Kindheit, Jugend oder Erwachsenenalter.
Die BMFSFJ-finanzierte Studie hat ebenso alarmierende Erkenntnisse zu psychischer und körperlicher Gewalt gegen Frauen mit Behinderung erbracht und zeigt, dass ihre Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, stark eingeschränkt sind. „Es ist gut, dass diese Zahlen nun öffentlich sind. Jetzt ist es Zeit zu handeln und die Lebenssituation der Frauen zu verbessern“, sagt Katja Grieger vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff).
Ein beispielhaftes Projekt als Prävention und zum Schutz vor Gewalt war das Pilotprojekt ‚Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe‘. Es wurde von Weibernetz e.V. in Kooperation mit Mensch Zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V. durchgeführt, um Frauen mit Lernschwierigkeiten darin zu schulen, als Frauenbeauftragte im Wohnheim oder einer Werkstatt für behinderte Menschen zu arbeiten.
„Es sollte in allen Wohnheimen und Werkstätten Frauenbeauftragte geben! Dazu bedarf es einheitlicher Regelungen im Gesetz oder in Verordnungen wie der Werkstättenmitwirkungsverordnung. Denn Frauenbeauftragte, die selber eine Behinderung haben, wissen um die Probleme in den Einrichtungen, hören zu und können dazu beitragen, die Situation für Frauen zu verändern.“, fasst Magdalene Ossege vom Vorstand des Weibernetz e.V. die Projekterfahrungen zusammen.
Zugleich muss das spezialisierte Hilfesystem, bestehend aus Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen, Interventionsstellen und Frauenhäusern, sich noch mehr gegenüber Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen öffnen. Dafür setzt sich der bff mit dem Projekt Zugang für alle! ein. „Wir brauchen keine Extraprogramme für Frauen mit Behinderung, sondern alle Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen müssen automatisch auch für sie nutzbar sein.“, erläutert Martina Puschke von Weibernetz e.V. Viele Fachstellen gehen bereits verstärkt auf behinderte Frauen zu und unterstützen sie. „Häufig fehlt den Stellen dafür aber das nötige Geld. Wir erhoffen uns von den Studienergebnissen, dass viele Geldgeber/innen nun auch den Handlungsbedarf erkennen“, sagt Katharina Göpner, die das Projekt Zugang für alle! im bff bearbeitet.

Der bff ist der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe und setzt sich bundesweit durch Kampagnen, Projekte und Öffentlichkeitsarbeit gegen Gewalt gegen Frauen ein. Seit 2010 gibt es im bff das Projekt Zugang für alle!
Kontakt: www.frauen-gegen-gewalt.de
030/322 99 500

Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V. ist ein Verein von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Kooperationspartner des Projektes Frauenbeauftragte in Einrichtungen.
Kontakt: www.people1.de

Weibernetz e.V. ist die politische Interessenvertretung behinderter Frauen in Deutschland und koordinierte das Projekt Frauenbeauftragte in Einrichtungen.
Kontakt: www.weibernetz.de/frauenbeauftragte

Weitere Infos zur Studie: http://www.uni-bielefeld.de/IFF/for/for-gewf-fmb.html

Der 25.11.: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Am 25. November 1960 starben in der Dominikanischen Republik drei Frauen eines gewaltsamen Todes. Sie wurden auf Grund ihrer Aktivitäten gegen Diktator Trujillo vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Als 1981 ein Treffen von Feministinnen aus Lateinamerika und der Karibik in Bogota stattfand, wurde der 25.11. zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen.

V.i.S.d.P.: Silvia Zenzen
Berlin, 23.11.2011


Pressemitteilung vom 24. November 2010: „Nein zu Gewalt“ gilt für alle Frauen!

Anlässlich des Internationalen Tags Nein zu Gewalt an Frauen am 25. November fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. flächendeckend konkrete Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderung.

„Viel zu lange wurde Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung verschwiegen. Damit muss jetzt Schluss sein! Es bedarf konkreter Maßnahmen zum Schutz vor und zum Umgang mit Gewalt gegen behinderte Frauen“ fordert Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz e.V.

Laut EU-Parlament erleben ca. 80% der Frauen mit Behinderung Gewalt. Damit sind sie doppelt so häufig betroffen wie nichtbehinderte Frauen. Besonders gefährdet sind Frauen, die durch Pflege, Assistenz oder das Leben in einer Einrichtung in Abhängigkeitsstrukturen leben.

„Präventionsmaßnahmen wie Kurse zur Selbstbehauptung speziell für behinderte Mädchen und Frauen, Präventions- und Interventionspläne in Einrichtungen, Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe etc. werden jedoch nur vereinzelt angeboten. Es fehlt entweder an einer Finanzierung oder an rechtlich verbindlichen Regelungen“ erläutert Puschke weiter.

Schutz vor Gewalt als Menschenrecht
Hier sieht die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. dringenden Handlungsbedarf – auch vor dem Hintergrund der im März 2009 in Deutschland in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention, die einen klaren Schutz vor Gewalt in jeglicher Form vorsieht.

„Den Menschenrechten in der Behindertenrechtskonvention folgend sind der Bund und die Länder nun verpflichtet, konkrete Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen (und Männer) mit Behinderung einzuleiten. Dazu gehört ein Recht auf die Wahl der Pflegeperson, auf Wunsch auch ein Recht auf Frauenpflege genauso wie verpflichtende Präventions- und Interventionspläne in allen Einrichtungen der Behindertenhilfe, das Einsetzen von Frauenbeauftragten in Einrichtungen“ fordert Puschke.

Das Modell „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ wird derzeit erfolgreich in dem gleichnamigen Projekt von Weibernetz e.V. erprobt. In Zusammenarbeit mit der Organisation Mensch zuerst zielt das Projekt auf die Ermächtigung von Frauen mit Lernschwierigkeiten, als konkrete Ansprechpartnerin für alle Fragen von Frauen in ihrer Einrichtung, arbeiten zu können.

Maßnahmen des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch nutzen
Derzeit tagt der von der Bundesregierung eingesetzte Runde Tisch gegen Kindesmissbrauch in verschiedenen Arbeitsgruppen. Umfangreiche Forderungen zum Schutz vor Gewalt werden erwartet. Weibernetz e.V. erwartet, dass alle Maßnahmen auch für den Bereich der Behindertenhilfe gelten und für alle Menschen mit Behinderung nutzbar sein müssen. „Die beste Notruf-Hotline nützt uns nichts, wenn gehörlose Frauen sie nicht nutzen können oder lernbeeinträchtigte Mädchen die Beraterin am anderen Ende nicht versteht!“ verdeutlicht Puschke abschließend beispielhaft.

V.i.S.d.P.
Martina Puschke
Weibernetz e.V.
Politische Interessenvertretung behinderter Frauen
Kölnische Str. 99, 34119 Kassel
Tel.: 0561/72 885-86, Fax: 0561/72 885-53
e-mail: martina.puschke@weibernetz.de
www.weibernetz.de


Pressemitteilung vom 23. März 2010: Weibernetz fordert: Diskriminierende Bezahlung von Frauen beenden

Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. fordert anlässlich des Equal Pay Days am 26. März 2010, die Entgeltdiskriminierung von Frauen zu beenden.
Der Equal Pay Day findet in Deutschland zum dritten Mal statt. Der Tag markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. In diesem Jahr ist für Deutschland der 26. März als Stichtag errechnet worden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verdienten Frauen 2008 im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst rund 23% weniger als Männer. Das gilt für Frauen mit und ohne Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten.

„Selbst in Werkstätten für behinderte Menschen sind Frauen diejenigen, die in der Regel mit noch weniger Geld als die männlichen Beschäftigten nach Hause gehen. Auch hier werden Frauen systematisch diskriminiert“ berichtet Martina Puschke vom Weibernetz und fordert: „In Zeiten der Behindertenrechtskonvention muss ein Umdenken weg von den Werkstätten für behinderte Menschen hin zu Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und zu Integrationsfirmen stattfinden. Für die Übergangszeit müssen bestehende Werkstätten ihr Entgeltsystem komplett überarbeiten, indem es einen wirklichen Lohn gibt und Frauen nicht weiter diskriminiert werden.“

Die Machbarkeitsstudie zur Institutionalisierung von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Rehabilitationseinrichtungen von Sellach, Bieritz-Harder, Haag und Spangenberg aus dem Jahr 2009 stellt dar, dass in den meisten Werkstätten für behinderte Menschen die Arbeitsbereiche unterschiedlich bewertet werden. Dabei gelten typisch weibliche Arbeitsfelder wie der Textilbereich als leichter und weniger belastend als das typisch männliche Arbeitsfeld Metallbereich und die Entlohnung richtet sich u.a. nach der Höhe der Belastung. Jede Werkstatt entscheidet selber, welcher Arbeitsbereich als belastend gilt.

Der derzeitige „Lohn“ für Werkstattbeschäftigte liegt bei einem Grundbetrag von ca. 67 Euro pro Monat. Er kann je nach Arbeitsbereich, Leistungsstärke der Beschäftigten und der Wirtschaftslage der Werkstatt aufgestockt werden.

V.i.S.d.P.
Martina Puschke
Weibernetz e.V.
Politische Interessenvertretung behinderter Frauen
Kölnische Str. 99, 34119 Kassel
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Pressemitteilung vom 4. März 2010: Frauenpolitik muss Frauen mit Behinderung stärker in den Blick nehmen

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. eine konsequente Einbeziehung der Belange von Frauen mit Behinderung in der Frauenpolitik. „Frauen mit Behinderung werden viel zu häufig noch in die „Behindertenecke“ gesteckt und in der Frauenpolitik vergessen“ stellt Magdalene Ossege vom Vorstand des Weibernetz e.V. fest und konkretisiert: „Während frauenpolitisch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geredet wird, wissen Mütter mit Behinderung häufig noch nicht einmal, wie sie den Familienalltag organisieren sollen, unabhängig ob sie noch einen Job haben oder nicht. Denn Assistenz für die Familienarbeit wird nur in seltenen Fällen finanziert.“

Sogenannte Elternassistenz ist für Mütter (und Väter) mit Behinderung notwendig, wenn sie aufgrund der Behinderung Assistenz benötigen. Das kann für rollstuhlfahrende Frauen die Assistenz bei der Pflege des Kindes in den ersten Lebensjahren sein oder bei blinden Müttern eine Assistenzkraft zum Vorlesen und zur Hausaufgabenbetreuung. Bislang gibt es hierfür keinen klaren Rechtsanspruch.

„Ein anderes Beispiel ist die Frauengesundheitspolitik“ fährt Ossege fort. „Auch wenn es nahe zu liegen scheint, dass im Bereich der Gesundheit Frauen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung bedacht werden, ist dies nicht durchgängig der Fall. In der Geburtshilfe kennt sich kaum jemand mit einer natürlichen Geburt von querschnittsgelähmten Frauen aus, um nur ein Beispiel zu nennen. Und auch die Forderung nach einem barrierefreien Zugang zum Gesundheitssystem ist in der Frauenpolitik kaum präsent.“

Nicht zuletzt durch die UN-Behindertenrechtskonvention sind jedoch alle Staaten verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Frauen mit Behinderung einen gleichberechtigten Zugang z.B. zum Gesundheitssystem, zu Schutzeinrichtungen nach erlebter Gewalt, zum Arbeitsmarkt und zur Erfüllung ihrer Rolle als Mütter zu garantieren.

In der Koalitionsvereinbarung hat die Bundesregierung die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der Konvention angekündigt. Dieser Aktionsplan muss konkrete Maßnahmen für Frauen enthalten, damit ihre Rechte umgesetzt werden, fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V.

V.i.S.d.P.
Martina Puschke
Weibernetz e.V.
Politische Interessenvertretung behinderter Frauen
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Archiv

Hier finden Sie unsere Pressemeldungen ab dem Jahr 2003.

Pressemeldungen 2007

Pressemeldungen 2006

Pressemeldungen 2005

Pressemeldungen 2004

Pressemeldungen 2003

Presse-Veröffentlichungen

06.11.2007: Recht auf Wahl der Pflegeperson zusichern
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

31.07.2007: Filme zum Thema Frauen mit Behinderung
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

08.06.2007: Pflege - ein Frauenthema!?
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

11.05.2007: Neues Netzwerk für behinderte Frauen
(aus: Junge Welt)

09.05.2007: Netzwerk von Frauen mit Behinderungen
(aus: Neues Deutschland)

09.05.2007: Frauen mit Behinderung europaweit vernetzt
(aus: Social-Times)

05.05.2007: Resolution des Europäischen Netzwerks behinderter Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

04.05.2007: Europäisches Netzwerk behinderter Frauen gegründet
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

03.05.2007: Europäische Netzwerkkonferenz behinderter Frauen fortgesetzt
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.05.2007: Zwei aus dem Europäischen Frauennetzwerk
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.05.2007: Behinderten Frauen nicht länger Bürgerrechte vorenthalten
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

01.05.2007: Netzwerk behinderter Frauen in Europa entsteht
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

18.03.2007: Behinderte Frauen Thema bei Frauenempfang
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

08.03.2007: Gleiche Rechte statt Blumen für die Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

02.03.2007: Chancengleichheit für Frauen mit Behinderungen
(aus: www.kobinet-nachrichten.org)

28.02.2007: Ziel ist ein Netzwerk behinderter Frauen in Europa
(aus: www.rehacare.de)

19.02.2007: Europaweite Vernetzung behinderter Frauen
(aus: www.kobinet-nachrichten.de)

11.01.2007: Behinderte Frauen gründen ein europäisches Netzwerk
(aus: www.kobinet-nachrichten.de)

21.11.2006: Brigitte Faber erneut im Vorstand des Deutschen Frauenrats
(aus:kobinet-nachrichten)

20.11.2006: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz aus Sicht behinderter Frauen
(aus: kobinet-nachrichten)

02.11.2006: 25 Jahre Interessenvertretung für behinderte Frauen
(aus: Newsletter Gleichberechtigung. Nr. 01/2006 des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

16.09.2006: Geburtstag mit Rückblick auf Frauenbewegung

(aus: kobinet-nachrichten)

15.9.2006: Deutschland: 25 Jahre Bewegung behinderter Frauen
(aus: BIZEPS-INFO online)

15.09.2006: 25 Jahre Bewegung behinderter Frauen

(aus kobinet-nachrichten)

09.08.2006: "Öffentlich geförderte Frauenprojekte müssen für behinderte Frauen zugänglich sein"
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd

18.07.2006: Erste Erfolge für Frauenbeauftragte in Werkstätten
(aus: kobinet-nachrichten)

09.07.2006: Frauen wollen die Hälfte der Welt
(aus: kobinet-nachrichten)

12.05.2006: Föderalismusreform nicht ohne uns
(aus: kobinet-nachrichten)

02.05.2006: ADG-Schutz gegen Diskriminierungen bei Versicherungen, Krediten und Mietverträgen?
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd -)

Mai 2006: Wie lernen blinde Mütter wickeln? Aufklärungskampagne "Recht auf Elternassistenz" stellt Rechtsgutachten vor
(aus: WIR 1/2006, Magazin der Fürst Donnersmarck-Stiftung)

18.04.2006: Frauenrecht mit Handicap
(aus: www.rehacare.de)

12.04.2006: Behinderte Frauen fordern Antidiskriminierungsgesetz mit weitgehendem Schutz
(aus: frauenpolitischer dienst - fpd -)

09.04.2006: Gutes Gespräch bei Arbeitsminister Müntefering
(aus: kobinet-nachrichten)

07.04.2006: Gespräch mit dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering
(aus: www.behindertenrat.de)

März 2006: (Be)Hinderungen in der Gesundheitsversorgung für Frauen
(aus: Niedersächsisches Ärzteblatt)

23.03.2006: Für ein Antidiskriminierungsgesetz mit Biss
(aus: kobinet-nachrichten)

13.03.2006: Das Gesellschafter-Tagebuch
(aus: kobinet-nachrichten)

08.03.2006: Frauen als Retterinnen der Gesellschaft?
(aus: Aktion: "Die Gesellschafter.de" der Aktion Mensch)

01.03.2006: Gewalt gegen behinderte Frauen
(aus: kobinet-nachrichten)

08.02.2006: Behindertenbeauftragte unterstützt Aktion für Elternassistenz
(aus: kobinet-nachrichten)

03.02.2006: UN-Konvention nimmt Formen an
(aus: kobinet-nachrichten)

Pro und Contra Interview zum ersten Modelcontest für behinderte Frauen aus der Zeitschrift EMMA Nr. 5, 2004 als PDF-Dokument zum Herunterladen

Pro und Contra Interview zum ersten Modelcontest für behinderte Frauen aus der Zeitschrift EMMA Nr. 5, 2004 als Word-Dokument zum Herunterladen

Überall Aufbruch und überflüssige Hürden: Artikel aus EMMA Nr. 2, März/April als Word-Dokument zum Herunterladen